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Die Schönheit Gottes liegt direkt vor der Haustür - SommerFerienGottesdienst auf dem Obsthof Moriss

Die Idee zu den „SommerFerienGottesdiensten“ in der Zeit der Sommerflaute war grandios. Es kamen viel mehr Besucher zu den alternativen Gottesdiensten an besonderen Ort in der Natur in Ibbenbüren zusammen, als sonst in fünf Ibbenbürener Kirchen gekommen wären. Zudem entdeckten die Pfarrer viele Gesichter, die eher selten in den traditionellen Gottesdiensten zu finden sind.

„Seid willkommen in diesem kleinen Paradies“, begrüßte Andreas Finke, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Ibbenbüren Matthäus, die zahlreichen Besucher zum letzten „SommerFerienGottesdienst“ auf dem Obsthof Moriss, unweit der in voller Pracht der reifen Äpfel stehenden Obstplantagen. Was für ein Ambiente. Gleichzeitig ist beim Blick in die Ferne das Ausmaß des Sommers, des sogenannten Jahrhundertsommers zu sehen: dürre, vertrocknete Wiesen und Bäume, deren Laub schon in die Herbstverfärbung geht. „Paradies gefährdet“ mit diesem Thema war der Gottesdienst überschrieben. „Die Welt dürre und braun wie eine Wüste, doch in der Wüste kann auch Leben sein“, tröstete Finke die Anwesenden.

Mit dem Blick auf das Wunderbare im Leben berichteten einige Mitglieder der Band „G-Rock“ von ihren Sommerferienerlebnissen auf Fehmarn und aus England. „Aber eigentlich liegt die Schönheit Gottes direkt vor unserer Haustür, auf dem Schafberg, dem Dickenberg, dem Querenberg“, lenkte Pfarrer Finke den Blick auf die reiche Natur in der Heimat. Sogleich sprang die Fröhlichkeit des Sommer-Halleluja´s auf die rund 280 Männer, Frauen und Kinder über, die begeistert mitsangen und klatschten. Die Texte der  Charthits „Astronaut“ von Sido und Andreas Bourani sowie „Deine Schuld“ von „Die Ärzte“ live gesungen von Lorena Kohls und Leon Obermeyer von der Kirchenband stimmten die Zuhörer nachdenklich und forderten zum Handeln auf. „Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wäre Deine Schuld, wenn sie so bleibt...“ hieß es im Song der Ärzte. In der Predigt von Andreas Finke wurde schnell deutlich, dass das Motto „Augen zu und durch“ nicht der richtige Weg sein kann.

Jeder von uns habe einen Auftrag, das Paradies zu bewahren. Vielleicht einfach mal die Äpfel vor der Haustür zu kaufen. Die Gläubigen seien aufgefordert, sich zu trauen und den ersten Schritt zu gehen. „Überfordert sollt ihr nicht sein, wir sind nicht Gott, aber wir haben einen Auftrag. Wir können, wir müssen schon mal anfangen“, so der Pfarrer.

Nach „Vater unser“ und Segen erklang noch einmal das „Sommer-Halleluja“ und begeistert hallte gerade der Refrain noch beim gemeinsamen Imbiss nach. Hier und da  stimmten die Gottesdienstbesucher fröhlich ein: „Das ist mein Halleluja, mein Sommer-Halleluja“. Zudem bejahten gerade die älteren Gottesdienstbesucher die lauteren Lieder der Band G-Rock mit dem Kommentar: „Laute Musik darf auch mal sein!“

Die zum zweiten Mal aufgelegte Reihe „SommerFerienGottesdienst“ der evangelischen Kirchengemeinden Ibbenbüren war wieder ein voller Erfolg. Erneut hieß es raus aus der Kirche und in der Natur genießen. Gleichzeitig blieben in allen fünf Pfarrbezirken die Kirchen geschlossen. „Für uns Pfarrer heißt es, wir können die Sommerferien planen und gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, etwas Neues in großer Runde zu genießen mit viel Spaß und großem Erfolg“, so die Pfarrerin der Kirchengemeinde Ibbenbüren-Johannes, Irmtraud Rickert. Weit über 1000 Gläubige, sowohl aus der Ev. Gemeinde Ibbenbüren, als auch aus den überkonfessionellen Gemeinden im Tecklenburger Land und sogar Gäste aus dem Ausland feierten in den Ferienwochen gemeinsam draußen Gottesdienst. Durchweg positiv war die Reaktion im Anschluss an die Gottesdienste in Loismanns Garten in Dörenthe, beim Gottesdienst am Beach, im Laggenbecker Kirchgarten, im Pauluszentrum sowie auf dem Obsthof Moriss.

„Ein Gottesdienst war schöner als der andere und dabei waren es lebendige, bereichernde, kommunikative Gottesdienste“, so Doris Rau, die alle fünf „SommerFerienGottesdienste“ mitfeierte. Die halbe Miete dabei war sicher das tolle Wetter an allen Sonntagvormittagen. Das Fazit war eindeutig: „In den Sommermonaten kann man die Kirchen abschließen!“

Text: Claudia Keller

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