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Missa Votiva wird am 9. Februar in Lengerich aufgeführt

Am Sonntag, 9. Februar, wird in der Lengericher Stadtkirche ein über lange Zeit verschütteter Schatz gehoben. Aufgeführt wird die „Missa Votiva“ von Jan Dismas Zelenka. Das Konzert in der Ev. Stadtkirche Lengerich beginnt um 17 Uhr.

Zelenka war der wichtigste tschechische Komponist der Barockzeit. Über Prag kam er nach Dresden, einem der großen künstlerischen Zentren der Zeit, wo er mit dem Titel „Kirchencompositeur“ am Hof wirkte. Wenig ist über den interessanten und bedeutenden Zeitgenossen Bachs und Telemanns bekannt. Obwohl sich beide Komponisten bewundernd über das Schaffen Zelenkas äußerten, geriet es nach seinem Tode in Vergessenheit. Die vor einigen Jahren einsetzende Renaissance mehrerer seiner Werke förderte höchst erstaunliche Stücke zu Tage.

Dazu zählt sicherlich seine umfangreiche „Missa Votiva“. Sie entstand zur Erfüllung eines Gelübdes, nachdem der Komponist von einer ernsthaften Erkrankung genesen war. Die Messvertonung ist ein autonomes Kunstwerk ohne Bindung an liturgische Beschränkungen. Das geniale Werk verbindet den tiefen, ergreifenden Ernst eines Johann Sebastian Bachs mit der überschäumenden Verve eines Antonio Vivaldi - Vergleiche zur h-Moll-Messe Bachs sind durchaus angebracht. Das ungemein frische und energiegeladen wirkende Stück entfaltet bis zum Schluss eine starke Sogwirkung für die Zuhörer.

Aufgeführt wird das Werk vom Motettenchor Lengerich und dem Kourion-Orchester- Münster unter der Leitung von Christoph Henzelmann. Als Solisten sind Charlotte Jarosch von Schweder (Sopran), Katarina Andersson (Alt), Phillip Körner und David Ernstig (beide Tenor), Nils Miegel (Bariton) sowie Nicolas Kröger (Bass) zu hören. Karten gibt es ab sofort bei der Tourist Information Lengerich für 18 und ermäßigt 15 € (Tel. 05481-339110).

 

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