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Visionen und Träume für die Zukunft - Gottesdienst zur Einweihung des neuen Platzes an der Friedenskirche in Hörstel

Viel Zustimmung gab es am 2. September für die gelungene Umgestaltung des Platzes rund um die Friedenskirche auf dem Harkenberg in Hörstel. „Wir sind stolz darauf, was wir hier erreicht haben“, unterstrich Pfarrer Martin Pfuhl im Gottesdienst zur Einweihung. Etwa dreieinhalb Jahre hat es gedauert, bis die ersten Ideen zur Vollendung gebracht werden konnten.

Das hervorragende Endergebnis kam mit Unterstützung vieler fleißiger Helfer, des Kirchenkreises Tecklenburg und des Landeskirchenamtes sowie der Spendenbereitschaft von Bürgern und Unternehmen aus der Region zustande. Ihnen wurde Dank und Anerkennung gezollt. „Ursprünglich wollten wir nur eine Rampe bauen“, sagte Martin Pfuhl augenzwinkernd zu den etwa 100 Besuchern. Inzwischen hat der Harkenberg jedoch ein völlig neues Aussehen bekommen. Auch der Grundstein der Friedenskirche ist an der rechten Seite des imposanten Gebäudes wieder zu sehen.

Dorothea und Martin Pfuhl erinnerten im Gottesdienst noch einmal daran, wie bei einer Klausurtagung des Presbyteriums im Jahre 2015 Überlegungen zur Erarbeitung eines Gemeindebildes angestellt wurden. Die Bibelstelle aus dem Hebräerbrief „Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt“ bot den Teilnehmern Standortbestimmung und Orientierung. Daraus formulierten sie drei Worte, die die Gemeinde auszeichnen sollen: „Einladend - Engagiert - Evangelisch“ oder auch „E hoch drei“. In der Predigt ging Dorothea Pfuhl darauf ein, dass Engel als Boten Gottes einiges durcheinanderbrächten, auch festgefügte Pläne, Lebensentwürfe und Zukunftsträume der Menschen. Jedoch zeigten sie ebenso neue Wege und Möglichkeiten, so die Pfarrerin.

In der Praxis war die Vision der einladenden Gemeinde in Hörstel bisher nicht einfach zu bewerkstelligen. Zahlreiche Treppen erschwerten den Zugang zur Kirche oder machten ihn sogar unmöglich. Das Ziel für das Presbyterium war daher klar: Barrierefreiheit schaffen! Die Vorgabe wurde erreicht, zudem ist der ursprüngliche Charakter einer Bergkirche wieder sichtbar. André Ost, Superintendent des Kirchenkreises Tecklenburg, sah das genauso und leitete sein Grußwort mit den Worten „Es kann die Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen sein“ aus der Bergpredigt ein. Er beglückwünschte die Gemeinde zu der gelungenen Umgestaltung. Damit sei der ursprüngliche Zusammenhang des architektonischen Kleinods von Karl Siebold aus dem Jahr 1902 mitsamt der Sichtachse in die Stadt wieder hergestellt. „Der gesamte Gebäudekomplex wurde fit für die Zukunft gemacht“, freute sich der Superintendent. Die Gemeinde ruht sich jedoch nicht auf den bisherigen Errungenschaften aus. „Wir haben noch viele Pläne, Visionen und Träume“, betonte Dorothea Pfuhl.

Hörstels Bürgermeister David Ostholthoff war vor allem die Schaffung der Barrierefreiheit für eine bessere Erreichbarkeit wichtig. „Damit meine ich nicht nur die Stufen vor dem Gebäude, sondern auch die Barrieren in den Köpfen“, so der Bürgermeister. Er griff die Worte aus der Predigt noch einmal auf und stellte fest, dass hier der Gedanke der Gastfreundschaft baulich sehr gut umgesetzt wurde. Die Lesung aus dem ersten Kapitel des Buches Josua trug Küster Michael Mantel vor. Zum ökumenischen Abendmahl mit Brot und Traubensaft waren traditionell auch katholische Christen und Kinder eingeladen.

Der Chor der evangelischen Kirchengemeinde Hörstel unter Leitung von Olga Neugum gestaltete den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes. Die Lieder für den Gemeindegesang griffen Themen aus dem Gottesdienst auf oder forderten ebenso wie Predigt und Lesung die Gläubigen auf, mit Gottvertrauen in die Zukunft zu schauen. Darin kam auch die Begeisterung für eine gemeinsame Sache zum Ausdruck. „Wagt euch zu neuen Ufern, stellt euch gegen den Strom“ sang der Chor. Die Besucher hatten ebenso Gelegenheit, musikalisch ihren Glauben zu bekennen, unter anderem mit den Zeilen „Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht“. Anschließend wurde mit einem leckeren Buffet und Getränken auf dem neuen Platz gefeiert und noch ein wenig über die Gestaltung, die Bauarbeiten oder die zukünftige Nutzung gefachsimpelt.

Text: Brigitte Striehn

 

 

 

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