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Dienstag 07. Februar 2017 | Alter: 105 Tage

Reformatorischer Hörweg wird in Haus Villigst eröffnet

Kategorie: alle Nachrichten


Grafik: Pressestelle EKvW

Am Internationalen Frauentag (8. März), wird in Haus Villigst (Schwerte) der reformatorische Hörweg »G-Code« eröffnet. Pointiert und humorvoll liefert er den Hörerinnen und Hörern reformatorische Impulse zum Thema Gleichstellung auf die Ohren. Ab März können Besucherinnen und Besucher des Parks von Haus Villigst an den Bänken kleine Schilder entdecken, auf denen Martin Luther mit Kopfhörern und Katharina von Bora mit einem QR-Code zu sehen sind. Wer die Codes mit dem Smartphone einscannt, kann die kurzen Beiträge mit reformatorischen Impulsen zum Thema Gleichstellung hören.

Ein Hörbeitrag trägt etwa den Titel »Freiheit eines Christenmenschen«. »Bei dieser Hörstation geht es um das Thema Reformation und Demokratie«, erläutert Nicole Richter, Fachbereichsleiterin im Frauenreferat und Initiatorin des G-Code-Projektes. Andere Stationen heißen »Das Weib schweige in der Gemeinde?« zum Thema Frauen im Pfarramt oder »Herrlich ist dämlich« zur Gleichstellung in der Sprache. Der Titel »G-Code« steht für »Gender-Code«, also für den geschlechtersensiblen Blick.

In fünf Hörbeiträgen diskutieren Katharina von Bora und Martin Luther als fiktive Personen über unterschiedliche Themen. Manchmal meldet sich auch Gott zu Wort. Außerdem kommen prominente Persönlichkeiten wie der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann und Präses Annette Kurschus zu Wort. »So bekommt man beim Spazieren gehen reformatorische Impulse mit auf den Weg«, fasst Nicole Richter die Projektidee zusammen.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD. Finanziell unterstützt wird es auch durch Mittel der Kampagne »Einfach frei« der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie der Konferenz der Frauenreferentinnen und Gleichstellungsbeauftragten der EKvW. Die G-Codes können – über den reformatorischen Hörweg hinaus - vielfältig eingesetzt werden. Auf Roll-ups gedruckt können sie als Ausstellung genutzt werden. Auf Plakaten eignen sie sich für reformatorische Impulse bei Seminaren oder einem Gemeindeabend. Auf Postkarten kann man die Impulse ins Land verschicken und mit Servietten ein Kaffeetrinken »reformatorisch« gestalten.

Wer Interesse an dem Projekt »›G-Code‹ – 5x3 Minuten Reformation zum Hören« hat, einen reformatorischen Hörweg in einer Gemeinde oder Einrichtung plant oder andere Materialien bestellen möchte, kann sich an Nicole Richter im Frauenreferat der EKvW wenden (Telefon: 02304 755-234).

Text: Pressestelle EKvW