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Freitag 19. Mai 2017 | Alter: 4 Tage

Gräfin Anna von Tecklenburg und Martin Luther machen Station in der Christuskirche Ibbenbüren

Kategorie: alle Nachrichten


Die Wanderausstellung traf schon an ihrem ersten Standort in Lengerich-Hohne auf großes Interesse.

Ibbenbüren. Eine besondere Wanderausstellung zieht anlässlich des Reformationsjubiläums von Oktober 2016 bis Oktober 2017 durchs Münsterland. Die beiden spannenden Ausstellungen „Mensch Martin- Hut ab!“ und „Frauen der Reformation – Gesichter und Geschichte(n)“ beleuchten gemeinsam die Reformation aus ihrem jeweiligen Blickwinkel. So ergibt sich ein facettenreiches, interessantes Gesamtbild.

Die Wanderausstellung wird am Dienstag, 23. Mai, um 19 Uhr mit einem Vortrag zum Thema „Die Münsteraner Täuferinnen“ von Dr. Heike Plaß (Erwachsenenbildungsreferat Kirchenkreis Münster) und einem Sektempfang eröffnet. Die Eröffnung findet in der Christuskirche Ibbenbüren statt. Die Ausstellung wird vom 23. Mai bis zum 5. Juni 2017 in der Christuskirche, Kanalstraße 11 a, in 49477 Ibbenbüren zu sehen sein.

Die Ausstellung „Mensch Martin- Hut ab!“

Die interaktive Ausstellung „Mensch Martin – Hut ab!“ ist insbesondere für Schulklassen geeignet. Aufgrund der ansprechenden Gestaltung eignet sie sich aber auch für andere Altersgruppen. Schülerinnen und Schüler sowie erwachsene Besucher werden an acht Stationen durch das Leben Martin Luthers geführt. Sie tauchen ein in seine Kindheit und reisen mit ihm an Orte, die sein Leben geprägt haben. So wird die Wartburg besucht, wo Luther das Neue Testament übersetzte. Die Besucher erleben, wie er in Leisnig die Kastenordnung einführte und nehmen mit ihm an seinem Familientisch in Wittenberg Platz. Auf spielerische Weise wird so Wissenswertes über die Reformation, Martin Luther und sein Wirken bis heute vermittelt. Hierbei steht das Ausprobieren an den einzelnen Stationen im Mittelpunkt.

Das Schulreferat bietet begleitete Ausstellungsbesuche an. Für einen Besuch mit Führung sollten 90 Minuten Zeit eingeplant werden. Terminabsprachen: Schulreferentin Pfarrerin Kerstin A. Hemker, Tel. 02551 – 14431.

Die Ausstellung „Frauen der Reformation – Gesichter und Geschichte(n)“

Die Ausstellung „Frauen der Reformation – Gesichter und Geschichte(n)“ setzt sich mit der weiblichen Seite der Reformation auseinander. Lange Zeit wurden die Auswirkungen der Reformation auf das Leben der Frauen in der Forschung vernachlässigt. Wie waren ihre Lebensbedingungen? Was hat sich für sie durch die Reformation geändert?

Wo können wir Bezüge zur Gegenwart finden? Diesen Fragen geht die Ausstellung nach.

Außerdem wird die Frauengeschichte in unserer Region dargestellt. Viele Frauen haben im Münsterland und im Tecklenburger Land Reformationsgeschichte geschrieben: Sie lebten oder regierten in den Stiften Leeden und Borghorst. Sie nahmen Einfluss auf die Einführung der Reformation in ihrer Stadt, wie die Fürstinnen Walburg und Magdalena in Steinfurt. Sie regierten wie die Gräfin Anna von Tecklenburg, oder sie gehörten der Täuferbewegung in Münster an. Die Ausstellung präsentiert diese spannenden Zusammenhänge in anschaulicher Weise. Gerne werden Führungen für Gruppen durch die Ausstellung angeboten! Terminabsprachen: Frauenbeauftragte Pfarrerin Vera Gronemann, Tel. 05404 - 8999166.

Die Wanderausstellung wird von einem abwechslungsreichen, informativen Begleitprogramm in der Christuskirche eingerahmt:

Samstag, 27. Mai, 14 Uhr: Offene Führung für alle Interessierten durch die Ausstellung „Frauen der Reformation – Gesichter und Geschichte(n)“ mit Pfarrerin Vera Gronemann.

Sonntag, 28. Mai, 10.15 Uhr: Thematischer Gottesdienst zur Ausstellung.

Freitag, 2. Juni, 19 Uhr: Vortrag „Katharina von Bora, die Lutherin. Vorbild für die Pfarrfrau über Jahrhunderte“ mit Historikerin Beate Neubauer aus Berlin. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Ibbenbüren. Der Eintritt beträgt 7 Euro.

Samstag, 3. Juni, 11 Uhr: Offene Führung für alle Interessierten durch die Ausstellung „Frauen der Reformation – Gesichter und Geschichte(n)“ mit Pfarrerin Vera Gronemann.