Aktuelles aus dem Kirchenkreis

Montag 27. Februar 2017 | Alter: 238 Tage

Zahnärzte sorgen für glückliche Gesichter

Kategorie: alle Nachrichten


Das Foto zeigt von links nach rechts: Ursula Stadelmayer, Stefan Zimmermann sowie von der Zahnärztlichen Basisgruppe Rheine: Dr. Franz Heinrich Tölle, Dr. Volker Goeke, Dr. Wolfgang Plenter, Dr. Christiane Weber und Dr. Michael Harks.

Rheine. Groß war die Freude in der Frauenberatungsstelle als Vertreter der Zahnärztlichen Basisgruppe jetzt einen Scheck in Höhe von 4000 Euro überreichten. „Wir sind dankbar über die Unterstützung der Zahnärztlichen Basisgruppe“, so Stefan Zimmermann, geschäftsführender Vorstand des Diakonischen Werks im Kirchenreis Tecklenburg. „Die Spende der Patientinnen und Patienten ist für uns ein gelungenes Beispiel für soziales Engagement“ meinte er weiter. Das Spendengeld stammt aus dem Erlös des Zahngolds der Patientinnen und Patienten aus Rheine. Die Beraterinnen Agnes Denkler und Ursula Stadelmayer haben nun die Möglichkeit, Supervisionsangebote, aber auch Möbel für die neue Einrichtung der Beratungsstelle von der Spende zu finanzieren.

Die Frauenberatungsstelle hat sich als wichtige Anlaufstelle für Frauen in Notlagen etabliert. Ursula Stadelmayer berichtet“: Wir stellen in der Arbeit mit den Frauen fest, dass der Beratungsbedarf immens steigt. Von 2015 auf 2016 hat sich die Anzahl der ratsuchenden Frauen verdoppelt“. Im Jahr 2016 fanden insgesamt 190 Beratungen statt. Die Dunkelziffer beim Thema häusliche Gewalt sei groß, so die Sozialarbeiterin. Alle gesellschaftlichen Gruppen seien davon betroffen.

Informationen zur Frauenberatungsstelle

Die Frauenberatungsstelle des Diakonischen Werkes im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg bietet seit fünf Jahren parteiliche, vorbeugende und ganzheitliche Beratung für Frauen und Mädchen, die von körperlicher, psychischer und ökonomischer Gewalt betroffen oder bedroht sind. Agnes Denkler und Ursula Stadelmayer, die beiden Sozialarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle, beraten und begleiten Frauen im Kreis Steinfurt in Krisen. Die Beratung ist kostenlos und auf Wunsch anonym, die Beraterinnen unterliegen der Schweigepflicht. Die Frauenberatungsstelle ist die einzige explizite Beratungsstelle für Frauen im Kreis Steinfurt. Finanziert wird die Beratungsarbeit vom Land NRW, dem Diakonischen Werk im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg und dem Kreis Steinfurt.

Das Angebot hat sich bewährt: Von 2011 bis 2016 wurden 1325 Frauen und Mädchen bzw. Multiplikatoren beraten. Die enge Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Frauenhaus und anderen Beratungsstellen bzw. Institutionen ist ein wichtiger Baustein der Arbeit. Darüber hinaus sind die Beraterinnen u. a. auch mit dem Runden Tisch - Häusliche Gewalt - Kreis Steinfurt vernetzt. Seit 2016 bietet die Beratungsstelle zusätzlich Beratung für geflüchtete Frauen an.