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Mittwoch 15. März 2017 | Alter: 102 Tage

Viel Spaß beim Bläserworkshop in Mettingen

Kategorie: alle Nachrichten


Über 50 Bläser zwischen 17 und 77 Jahren musizierten beim Posaunentreffen im Haus der evangelischen Kirchengemeinde in Mettingen.

METTINGEN. Die frühjährlichen Posaunentreffen, jeweils in einer Gemeinde im Kirchenkreis Tecklenburg, sind eine schöne Tradition, der sich viele Bläser aus ganz Westfalen Jahr für Jahr anschließen. Am zweiten Märzsamstag machten die Landesposaunenwarte Daniel Salinga und Ulrich Dieckmann im Auftrag des Posaunenwerks in der Evangelischen Kirche von Westfalen in Mettingen Station und fanden im Haus der evangelischen Kirchengemeinde einen XXL-Posaunenchor vor, der sich dem ambitionierten Tagesprogramm gerne stellte.

Es war ein generationenübergreifender Bläserworkshop mit über 50 Instrumentalisten zwischen 17 und 77 Jahren, die sich bei der Erarbeitung von Chorälen und Co. von den Sopran- bis zu den Bassstimmen nichts schenkten. Neben Spaß am gemeinsamen Musizieren war konzentriertes Arbeiten und Lernen gefragt, alles andere ließen die Workshopleiter den Bläsern nicht durchgehen.

„Ein feste Burg ist unser Gott“ aus der Feder Martins Luthers liegt auf den Notenständern. Frohgemut stimmen die Bläser das Kirchenlied an. Frohgemut deshalb, weil zunächst von Zuversicht und Stärke die Rede sei, verweist Workshopleiter Dieckmann auf die Stimmung in C-Dur zu Beginn des Arrangements. „Alles ganz ungefährlich hier, erst wenn es böse wird und das Stück abdriftet, kommen die Vorzeichen“, weiß er. Und tatsächlich, eine Reihe von Takten später wimmelt es nur so von „Bs“, sieht es laut Dieckmann „schon gefährlich“ aus. Vom Klang ganz zu schweigen. Im Text ist jetzt von „groß Macht und viel List“, die „sein grausam Rüstung ist“, die Rede. „Das sind eben die zwei Gesichter des Chorals“, fährt Dieckmann fort und lässt es sich nicht nehmen, die Zaghaften darauf hinzuweisen, dass am Schluss alles gut werde. C-Dur wieder, keine Vorzeichen!

Während des Workshops geht es nicht nur um das Reformationsjubiläum, um Luther und seine Lieder, aber viele der Bläser werden am 17. September dabei sein, wenn sich auf der Tecklenburger Freilichtbühne die Vereinigten Posaunenchöre aus dem Münsterland im Rahmen des großes Reformationsfestes zum Open-Air-Konzert versammeln. Frühzeitiges Eintauchen in die Thematik und das eine oder andere Stück macht also Sinn. Das tun die Bläser, die nach drei Jahren wieder einmal im Tüöttendorf proben, mit jeder Menge Spaß und Konzentration. Viele sind Wiederholungstäter, kommen immer wieder gerne. Ebenso wie die beiden Landesposaunenwarte, die bei der Erarbeitung des Tagesprogramms aber auch mit ernsten und kritischen Worten – humorvoll verpackt - nicht sparen.

Text und Foto: Dietlind Ellerich