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Mittwoch 29. März 2017 | Alter: 86 Tage

Profi im Umgang mit Facebook, WhatsApp und Co

Kategorie: alle Nachrichten


An ihrem multimedialen Arbeitsplatz: Michelle Witte macht derzeit ihr FJS an der JuBi Tecklenburg. Die Smileys helfen ihr dabei, den Schülern den richtigen Umgang mit Medien zu vermitteln.

Tecklenburg. Mit einem Klick ist das Foto gemacht und in der nächsten Sekunde schon auf Facebook geteilt oder per WhatsApp verschickt. Die sogenannten Neuen oder Sozialen Medien machen vieles möglich, bergen aber auch Gefahren des Mobbings, der Diskriminierung oder des Missbrauchs von Fotos und anderen freizügig veröffentlichten Daten. „Wir bilden daher hier in der Jugendbildungsstätte Tecklenburg Medienscouts aus und bieten in Schulen regelmäßig Medien-Kompetenztage an, um den Schülern den richtigen und bewussten Umgang mit Medien nahezubringen“, erklärt Medienpädagoge Leo Cresnar von der JuBi. „Wer sich für Medienpädagogik interessiert, ist deshalb bei der JuBi an der richtigen Adresse. Sie ist Einsatzstelle für das Freiwillige Soziale Jahr bzw. das Diakonische Jahr – wie es bei unserem Träger, der Evangelischen Kirche von Westfalen, heißt.“ Derzeit begleitet und koordiniert Michelle Witte als FSJ-lerin die Scout-Ausbildungen und Medien-Kompetenztage. Zum Herbst können sich jederzeit interessierte Jugendliche und junge Erwachsen bei der JuBi in Tecklenburg für ein FSJ bewerben.

„Neben den Scout-Ausbildungen in der JuBi oder in den Schulen bieten wir für die 5. und 6. Klassen Medien-Kompetenztage an. Mittlerweile gehen wir aber auch schon zu den Viertklässlern in die Grundschulen, denn die Kinder bekommen immer früher Handys und Smartphones. Da geht es zum Beispiel um Datenschutz, um das Recht am eigenen Bild, und wir sprechen darüber, was für Profilbilder sich für Facebook und WhatsApp eignen, und welche Bilder man besser nicht veröffentlicht“, erklärt Michelle ihren Aufgabenbereich. Es sei viel zu organisieren, vorzubereiten und zu planen – eine Mischung aus Organisation und Pädagogik. Auch Flexibilität sei gefragt. „Es ist aber auch sehr abwechslungsreich und einige Highlights gibt es auch, wie zum Beispiel die Teilnahme an der Messe Gamescom in Köln, am Kirchentag oder dem Kindergipfel der Ev. Kirche von Westfalen “, ergänzt die 19-Jährige. Dort lernen die Kinder und Jugendlichen dann z.B. die Erstellung einer Radiosendung.

Auf Fachtagungen, Jugendkonferenzen und Seminaren können sich die FSJ-ler nicht nur im Bereich der Medien-, Trauma-und Erlebnispädagogik fortbilden, sondern nehmen auch an Deeskalationstrainings teil. In einem Power-Check bekommen sie außerdem Tipps auf dem Weg zur Berufsfindung. „Als Voraussetzung für das FSJ an der JuBi sollte man auf jeden Fall gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Außerdem kommt man durch die Seminare, Aktionen und Tagungen auch viel rum, es gibt aber auch Tage mit vielen Verwaltungstätigkeiten. Eines meiner Seminare findet sogar in Nordirland statt“, sagt Michelle Witte. Im Anschluss an das FSJ bestehe dann die Möglichkeit, als ausgebildeter Medienscout auf Honorarbasis auch weiterhin die Kinder und Schüler an den Schulen im Kreis Steinfurt in Medienkompetenz auszubilden. „Es ist eine Peer-to-Peer-Education, das heißt, Jugendliche sollen Jugendlichen helfen und sie weiterbilden“, so der Medienpädagoge.

„Mit dem FSJ schließt sich ein Kreis in der Ausbildung von Ehrenamtlichen und Inhabern der Jugendleitercard bzw. JuLeiCa in der JuBi. Wir nehmen durch diese Stelle einerseits soziale Verantwortung wahr, und bekommen andererseits in unserer Arbeit natürlich auch eine gewisse Entlastung“, meint Cresnar. Als Voraussetzung müssen die Bewerberinnen und Bewerber mindestens 16 Jahre alt sein und Einsatzbereitschaft für den gewählten Schwerpunkt mitbringen.

Weitere Informationen gibt es bei: Michelle Witte, witte@jubi-te.de, Leo Cresnar cresnar@jubi-te.de (Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen /JuBi Tecklenburg, Sonnenwinkel 1, 49545 Tecklenburg. Phone: 05482/ 68-152, Fax: 05482/68-197.

Text und Foto: Marina Stalljohann-Schemme