Aktuelles aus dem Kirchenkreis

Dienstag 20. Juni 2017 | Alter: 152 Tage

Superintendent André Ost am Graf-Adolf-Gymnasium Tecklenburg

Kategorie: alle Nachrichten


Der Kurs Evangelische Religion am GAG mit Schulleiterin Evelyn Futterknecht, Religionslehrerin Ulrike Lausberg (dritte Reihe) und Superintendent André Ost (zweite Reihe). Foto: Dr. Monika Höhl

Hohen geistlichen Besuch erhielt das Graf-Adolf-Gymnasium anlässlich des Reformationsjubiläums 2017: Der Superintendent des Ev. Kirchenkreises Tecklenburg, André Ost, gratulierte dem Religionskurs der Stufe EF und ihrer Lehrerin Ulrike Lausberg zum 1. Preis bei dem diesjährigen Weihnachts-Preisrätsel von "Unsere Kirche".

 

Rund um den Themenkomplex "500 Jahre Reformation: Orte - Köpfe - Bemerkenswertes" galt es, 34 teils recht knifflige Fragen zu lösen. Dass Martin Luther auf der Wartburg den Decknamen "Junker Jörg" trug, hatten die Schülerinnen und Schüler schnell herausgefunden. Schwieriger waren da schon Fragen, die kirchenhistorisches Spezialwissen erforderten, wie: "Wer führte 1539 im hessischen Städtchen Ziegenhain die 'Ziegenhainer Zuchtordnung' ein und was genau ist als solche Ordnung bekannt geworden?" Des Rätsels Lösung ergab schließlich den Satz, der Martin Luther zur reformatorischen Erkenntnis verholfen hatte: "So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben" (Röm 3,28).

 

Der Kurs durfte sich über Gutscheine für einen gemeinsamen Kino-Besuch freuen. Damit aber gaben sich die Schülerinnen und Schüler nicht zufrieden. Von ihrem Superintendenten wollten sie wissen, was genau eigentlich mit dem biblischen Vers gemeint sei und wie man ihn heute verstehen könne.

Es entspann sich eine angeregte Diskussion über die Bedeutung von "Gerechtigkeit" und "Ge-setz" im juristischen, biblischen und psychologischen Sinn. Gibt es einen Unterschied zwi-schen "gerecht sein" und "gerecht werden"? Brauchen wir Gesetze? Können Zwänge, die Menschen sich selbst auferlegen, für das Individuum als Gesetze erlebt werden, von denen man frei werden möchte?

An diesem Nachmittag wurde die biblische Botschaft nicht nur intellektuell, sondern auch sinnlich erlebbar: Die Schülerinnen und Schüler boten selbst gebackenen Bibelkuchen mit Zutaten aus dem Land der Bibel an, der Superintendent hatte außer der Bibel auch seine Gitarre mitgebracht. "Ich bin ein Bibelentdecker" klang es frisch und schwungvoll beim gemeinsamen Singen.

 

Freuen dürfen sich die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss der Aktion noch auf eine Exkursion nach Bielefeld: "Unsere Kirche" lud den Kurs ein, im Juli die Redaktion persönlich zu besuchen. Die Schülerinnen und Schüler werden sich vor Ort darüber informieren können, wie ein zugleich traditionelles und modernes evangelisches Printmedium entsteht.

 

Text: Ulrike Lausberg