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Donnerstag 06. Juli 2017 | Alter: 139 Tage

SommerFerienGottesdienste führen an neue Orte

Kategorie: alle Nachrichten


Hoffen auf ein gutes Gelingen und zahlreiche Besucher: Die Pfarrerinnen und Pfarrer Irmtraud Rickert, Jürgen Nass, Jörg Zweihoff, Vikarin Judith Schäfer, Dr. Uta Wiggermann, Andreas Finke, Friedrich Altekrüger und Reinhard Lohmeyer

IBBENBÜREN – Mit einem ungewöhnlichen Experiment will die evangelische Kirchengemeinde Ibbenbüren in diesem Sommer bei den Gottesdiensten neue Wege beschreiten: „Raus aus dem Kirchengebäude, rein in die Natur“, heißt das Konzept, das an fünf Sonntagen in den großen Ferien besondere Erlebnisse verspricht und überdies die einzelnen Gemeindeteile näher zusammenrücken lassen soll.

Die Presbyter der Gesamtgemeinde hätten schon seit Längerem den Wunsch nach mehr gesamtgemeindlichen Gottesdiensten gehabt, erzählt Pastor Reinhard Lohmeyer. Diese Gottesdienste sollten aber gleichzeitig auch etwas Besonderes sein, so wie etwa die Gottesdienste im Botanischen Garten Dörenthe, mit denen der Christus-Markusbezirk bereits Schritte unternommen hat, sich von der Kirche zu lösen und stattdessen eine andere Umgebung aufzusuchen.

Vor diesem Hintergrund entwickelte das Presbyterium ein Konzept, das besondere Orte ebenso einbeziehen will wie die von diesen hoffentlich ausgelösten sommer-lichen, schönen Gefühle und dazu die Möglichkeit zu offenen Begegnungen. Jeder der fünf Pfarrbezirke übernimmt an einem Sonntag die Regie für einen die-ser „SommerFerienGottesdienste“ und heißt dabei alle Interessenten aus dem gesamten Stadtgebiet willkommen. Auch die Martin-Luther-Figur wird mit von Ort zu Ort wandern.

„Wir freuen uns auf viele, viele Besucher aus allen Bezirken“, lädt Pfarrer Reinhard Lohmeyer zum Besuch der außergewöhnlichen Gottesdienste ein, und verspricht: „Wenn sich das bewähren sollte, wäre das durchaus jedes Jahr denkbar.“ Schließlich macht es Sinn, die Gottesdienste in den Sommerferien zu bündeln – etliche Gemeindemitglieder sind im Urlaub, die Kirchenbesucherzahlen damit eher gering -, gleichzeitig kann auf diese Weise aber auch einmal etwas Besonderes geboten werden: Viele Orte seien als Gottesdienst-Orte sozusagen „neu erfunden“ worden, erklärt Reinhard Lohmeyer. So wird die Matthäusgemeinde, dank guter Kontakte zum Bergwerk, am Sonntag, 6. August, im RAG-Ausbildungszentrum (Osnabrücker Straße) „ihren“ Gottesdienst ausrichten, denn, so Pfarrer Andreas Finke: „Wenn nicht jetzt...“ Auch der Christusbezirk hat sich einen ungewöhnlichen Ort ausgeguckt: Den „Beach am Aasee.“

 

„Es ist schon ein Experiment, und wir sind sehr gespannt“, verrät Andreas Finke, der zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen ab jetzt kräftig die Werbetrommel für den Besuch der einzelnen Gottesdienste rührt.

Den Auftakt macht am 23. Juli die Johanneskirche in Laggenbeck. Gefeiert wird direkt an der Kirche im Garten (bei schlechtem Wetter in der Kirche), da das Freibad, eigentlich auf der Wunschliste ganz oben, nicht zur Verfügung steht. Bei hoffentlich trockenem Wetter – gerne auch mit viel Sonnenschein – veranstaltet der Christuspfarrbezirk am 30. Juli seinen Gottesdienst am Aaseebeach. Wie bereits erwähnt, ist das RAG-Ausbildungszentrum (Eingang vom Parkplatz des Bergbaumuseums) Veranstaltungsort der Matthäusgemeinde. Zum beliebten Gottesdienst im Botanischen Garten geht es am 13. August in den Loismannweg nach Dörenthe (Pfarrbezirk Christus-Markus). Den Abschluss gestaltet am 20. August die Lukasgemeinde auf dem Dickenberger Lederhof Haselroth, Rheiner Straße 395.

Die Gottesdienste beginnen jeweils um 10.30 Uhr; von den Kirchen vor Ort werden bis 10.15 Uhr Fahrdienste zu den jeweiligen Orten eingerichtet. Im Anschluss gibt es jeweils einen kleinen Imbiss und Getränke sowie die Möglichkeit, noch ein wenig zu verweilen und mit den anderen Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Der letzte Sonntag in den Ferien, 27. August, steht dann ganz im Zeichen der Diakonie; er wird als Zentralgottesdienst in der Christuskirche gefeiert.

 

Text und Foto: Claudia Ludewig