Aktuelles aus dem Kirchenkreis

Dienstag 11. Juli 2017 | Alter: 134 Tage

Die Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“ feiert ihr 25-jähriges Jubiläum mit Festgottesdienst

Kategorie: alle Nachrichten


Ibbenbüren. Die Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“ feiert am Sonntag, 16. Juli 2017, um 10.00 Uhr ihr 25-jähriges Jubiläum mit einem Ökumenischen Fest- und Begrüßungsgottesdienst. Der Gottesdienst findet in der Herz-Jesu-Kirche in Püsselbüren, zum Esch 9, statt. Zum 25. Mal haben Kinder aus dem radioaktiv verseuchten Gebieten um Tschernobyl Gelegenheit, an einer Ferienerholung in Ibbenbüren teilzunehmen. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, eine solche Initiative über solch einen langen Zeitraum aufrechterhalten zu können“ so Superintendent André Ost in der Festschrift. „Die Folgen, die die Katastrophe von Tschernobyl hier bei uns hatte, waren vergleichsweise harmlos, wenn man bedenkt, was die Menschen in den unmittelbar betroffenen Gebieten in Weißrussland rund um Tschernobyl zu tragen hatten und bis heute zu tagen haben. Unsere Einstellung zur Kernenergie wurde seit 1986 nachhaltig beeinflusst. Wir sind den Segnungen der Technik gegenüber viel kritischer geworden“ meint er. Die Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“ sei eine Aktion gegen das Vergessen und in erster Linie eine große Hilfe, die den Kindern zugutekomme. Diese Kinder kommen aus der Region, die noch heute stark unter den viel zu hohen Strahlenwerten zu leiden hat.

„Die Ferienaktion hilft in dreifacher Weise“, so Ost: „Sie hilft zuerst den Kindern. Die Kinder erleben hier in Ibbenbüren seit 25 Jahren eine Erholungszeit, die ihre angeschlagene Gesundheit nachweislich verbessert“. Die Kinder erlebten bei ihren Gasteltern eine unbeschwerte Zeit, die ihre Abwehrkräfte stärkt. Die Dankbarkeit in den Augen der Kinder sei aller Mühe wert, unterstreicht der Superintendent. Zum zweiten helfe sie auch den Helfern, die sich unermüdlich um die Planung, Organisation und Umsetzung der Ferienaktionen kümmerten. „Sie haben große Freude daran, anderen eine Freude zu machen und einen wertvollen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten“ meint André Ost. Der erste Impuls sei von den Gründern Heidrun und Erhard Schäfer ausgegangen. Viele andere seien ihrem Beispiel gefolgt – über all die Jahre hinweg Pfarrer Reinhard Paul. Drittens profitierten die Gasteltern von dem Engagement: Die Hilfe für die Kinder von Tschernobyl nutze auch ihnen. „Sie macht große Freude, knüpft Freundschaften und schenkt allen eine erfüllte Zeit, die sich darauf einlassen“. Es gehe darum, Brücken der Hoffnung zu bauen. „Unser Einsatz gilt den Christinnen und Christen, dem Frieden, der Gerechtigkeit und der Bewahrung der Schöpfung. Die Initiative ist ein Hoffnungszeichen, allen, die sich an der Initiative beteiligen gilt unser Dank“ so der Superintendent weiter.

Anlässlich des Jubiläums gibt es viele weitere Veranstaltungen der Initiative: unter anderem besuchen die Kinder am 14. Juli den Zoo in Rheine und werden dort von Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, und Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer begrüßt.

Am 19. Juli um 15.00 Uhr sind die Kinder aus Weißrussland im Segelclub Ibbenbüren zu Gast. Am 4. August um 17.00 Uhr findet dann die Abschiedsfeier im Heimatmuseum Recke (Ruthemühle), Steinbecker Straße 40, statt.