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Donnerstag 13. Juli 2017 | Alter: 102 Tage

Diakonisches Werk im Kirchenkreis Tecklenburg zieht auf der Mitgliederversammlung positive Bilanz

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André Ost, Vorsitzender des Verwaltungsrats, erinnerte unter anderem an die Festwoche anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Diakonischen Werks.

Tecklenburg. „Wir dürfen uns über ein gutes Jahresergebnis für 2016 freuen“, so Stefan Zimmermann, kaufmännischer Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg, im Rahmen der Mitgliederversammlung. Dies sei nicht selbstverständlich. Es seien richtungsweisende, wichtige Entscheidungen getroffen worden. „Wir haben 2016 sowohl einen wirtschaftlichen als auch einen personellen Entwicklungsschritt vor allem in den Diakoniestationen gemacht, den es in der Geschichte des Werkes noch nicht gegeben hat“ berichtete der Geschäftsführer. Mehr Menschen, das bedeute mehr Einarbeitung, mehr Organisationsaufwand auch im Verwaltungsbereich, so Zimmermann weiter. „Wir haben einen guten Ruf, nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei Mitarbeitenden“. Ein enorm hoher Anteil der neu hinzugekommenen Mitarbeitenden sei durch eigene Mitarbeitende des Diakonischen Werks geworben worden. Die Neueinstellungswelle und damit die starke Expansion sei 2017 abgeflacht.

 

Sozialpolitische Änderungen wirken sich auf die diakonische Arbeit aus

 

„Wir sind davon ausgegangen, dass mit Einführung des Pflege-Stärkungsgesetz II (PSG II): die Nachfrage noch einmal deutlicher steigen wird, weil die Menschen höhere Budgets für Leistungen zur Verfügung haben“ so der Geschäftsführer weiter. Der Vorstand stelle aber fest, dass die Umstellung auf ein neues System eher zu einer Stagnation im Sinne von Zurückhaltung bei den Betroffenen geführt habe. „In der Pflegeversicherung ist mit Beginn des Jahres 2017 ein gänzlich neues System eingeführt worden“ berichtete Stefan Zimmermann. Weg von einem dreistufigen Pflegestufensystem hin zu fünf Pflegegraden. Damit einher gehe auch ein neues Begutachtungs-assessment. Vieles hätten die Mitarbeitenden der Diakoniestationen neu lernen müssen. Hinzu seien Veränderungen des Leistungskomplexsystems und die Einführung der SIS (strukturierten Informationssammlung) gekommen. „Den Mitarbeitenden wurde viel zugemutet. Ich freue mich aber sehr, wenn ich wahrnehme, dass nicht großes Klagen über diese Prozesse eingesetzt hat, sondern dass die Mitarbeitenden das Gefühl vermitteln: Das schaffen wir!“ so Stefan Zimmermann.

 

50 Jahre Diakonisches Werk im Kirchenkreis Tecklenburg

 

„Vor wenigen Tagen haben wir das 50-jährige Bestehen unseres Diakonischen Werks im Kirchenkreis Tecklenburg gefeiert“ so André Ost, Vorsitzender des Verwaltungsrats. „Es waren schöne Festtage mit besonderen Veranstaltungshöhepunkten, die uns verdeutlicht haben, welche Bedeutung die Diakonie in unserem Kirchenkreis hat“. Das Motto „50 Jahre Diakonie – Gott sei Dank“ zeige, wie nah das Diakonische Werk seinen Wurzeln sei. Es verstehe sich als Ausdruck christlicher Nächstenliebe in Tat und Wort. Die Diakonie sie nicht einfach ein Sozialunternehmen, es wisse sich seinem christlichen Auftrag verpflichtet. „Dass die Mitarbeitenden das auch so empfinden und leben, ist ein starkes Zeichen zum Jubiläum“, unterstrich er.

 

Der Verwaltungsrat reagiere nicht euphorisch auf die vorliegende Jahresbilanz von 2016, weil die Zeiten noch nicht lange her sind, in denen man besorgt auf die Entwicklungen blickte. „Jetzt haben wir die Chance, Rücklagen aufzufüllen“ betonte André Ost. „Das wird vielleicht auch nötig sein, wenn irgendwann womöglich wieder schwierigere Zeiten kommen“. Der Kirchenkreis Tecklenburg gebe Jahr für Jahr 7,31 % der Kirchensteuermittel an das Diakonische Werk. Das tue er ganz bewusst, um die diakonische Arbeit in ihrer Vielfalt zu unterstützen. Für die nicht refinanzierbaren Bereiche wie die Bahnhofsmission, die Beratungsdienste oder das Frauenhaus in Rheine sei dies eine sinnvolle Option. „Wir wissen, dass dies gut angelegtes Geld ist, weil diese Dienste Menschen in besonderen Notlagen unterstützen“ machte Ost deutlich. Die detaillierte Jahresbilanz stellte Wernher Schwarz, Geschäftsführender Partner der Curacon, vor. Die Mitgliederversammlung entlastete den Vorstand.

 

In seiner Andacht nahm Pfarrer Jörg Zweihoff Bezug auf die Geschichte vom reichen Kornbauern. Darin machte er deutlich, dass Nächstenliebe eine gute Übung im Alltag sei. Jeder/jede sollte sich fragen: „Wo kann ich meine Gaben einbringen in das große Ganze?“ Dies müssten keine welt-verändernden Bestleistungen sein. Aber ein kleiner Schritt, der etwas zeigt von der zukünftigen Welt Gottes, die schon hier und heute sichtbar werden könne.