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Donnerstag 17. August 2017 | Alter: 116 Tage

„Ein toller Impuls für die Frauenarbeit in der Evangelischen Kirche“

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Vera Gronemann (7. v.r.), Heike Bergmann (8. v.r.) und Dr. Heike Plaß (9. v.r.) mit Frauen aus dem Rheinland, der Nordkirche, der Slowakei und Schweden.

Im Rahmen der Themenwoche „Familie, Lebensformen und Gender“ bei der Weltausstellung Reformation in Wittenberg präsentierten Frauen aus Westfalen, dem Rheinland, der Nordkirche, der Slowakei und Schweden auf Einladung der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland gemeinsam die Ergebnisse ihrer Forschungen rund um die „Frauen der Reformation“.

Mit dabei waren auch drei Vertreterinnen der Frauenkonferenz der Evangelischen Kirchenkreise Tecklenburg, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Münster. Im Gepäck hatten die Pfarrerinnen und Frauenbeauftragten Vera Gronemann und Heike Bergmann sowie die Leiterin des Referats Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Münster, Dr. Heike Plaß, ihre Ausstellung „Frauen der Reformation - Gesichter und Geschichte(n)“. Die Schau tourt bereits seit Oktober 2016 mit großem Erfolg durch die drei Kirchenkreise im Münsterland.

In Wittenberg bot sich nun die Chance, ein größeres Publikum über die wichtigen und oftmals unbekannten Frauen in Westfalen zu informieren, die entscheidenden Einfluss auf die Einführung der Reformation hatten. „Für uns war die Präsentation unserer Ausstellung in Wittenberg ein Höhepunkt des gesamten Projektes“, so Vera Gronemann, Frauen-beauftragte im Kirchenkreis Tecklenburg.

Den Impuls zur Ausstellung gaben vor zwei Jahren die Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland mit ihrem Projekt „Frauen der Reformation in der Region“. Die Idee, die regionale Reformationsgeschichte im Münsterland zu erforschen und eine eigene Ausstellung zu entwickeln, war schnell geboren. In einer Projekt-gruppe arbeiteten, forschten und recherchierten zahlreiche Frauen aus den Kirchenkreisen Münster, Tecklenburg und Steinfurt-Coesfeld-Borken. Einflussreiche Frauen wie Gräfin Anna von Tecklenburg oder die Gräfinnen Walburg von Brederode und Magdalena von Braunschweig-Lüneburg waren weitgehend unbekannt und ihre Rolle bei der Einführung der Reformation bislang nur wenig erforscht.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema werfe auch ein anderes Licht auf die gegenwärtige Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft, so Heike Bergmann. Für sie ist das Zusammentreffen in Wittenberg „ein toller Impuls für die Frauenarbeit in der Evangelischen Kirche.“

Ein Impuls, den Vera Gronemann, Heike Bergmann und Dr. Heike Plaß mit nach Hause in ihre Kirchenkreise nehmen. „Die Frauenarbeit im Münsterland befindet sich gerade in einem Strukturprozess“, erläutert Vera Gronemann. „Wir möchten uns für die Zukunft als Frauenkonferenz neu aufstellen und unsere Arbeit kon-zeptionell im Gestaltungsraum verankern.“ Die gemeinsame Beschäftigung mit den Frauen der Reformation habe gezeigt „was für großartige Dinge gemeinsam möglich sind.“

Die Ausstellung „Frauen der Reformation - Gesichter und Geschichte(n)“ ist vom 1. bis 15. September in der Christuskirche in Bocholt zu sehen: www.reformation-muensterland.de