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Mittwoch 20. September 2017 | Alter: 27 Tage

Sieger-Entwurf für neues Verwaltungsgebäude der drei Evangelischen Kirchenkreise wird in Münster-Gievenbeck präsentiert

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Freuen sich über den Sieger-Entwurf (v.l.n.r.): Pfarrer Thorsten Melchert, Ev. Kirchenkreis Münster; André Ost, Vorsitzender des Verbandsvorstands, Joachim Anicker, stellv. Vorsitzender; Peter Bastian, Dipl. Ingenieur Architekt; Rainer Oetting Leiter der gemeinsamen Verwaltung der drei Ev. Kirchenkreise im Münsterland; Marlies Fangmeier, Verwaltungsleiterin Ev. Kirchenkreis Münster und Marlies Beckemeyer, stellvertretende Verwaltungsleiterin der gemeinsamen Verwaltung der Ev. Kirche im Münsterland.

Münster. Nach einem spannenden Architektenwettbewerb für das neue gemeinsame Verwaltungsgebäude der drei evangelischen Kirchenkreise im Münsterland (Ev. Kirchenkreis Münster, Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken , Ev. Kirchenkreis Tecklenburg) werden der Öffentlichkeit heute die zwölf Entwürfe vorgestellt. Die Wahl für den 1. Preis des Wettbewerbs fiel auf den Entwurf des Architekturbüros Peter Bastian aus Münster: Ein ebenso praktisches wie auch formschönes und modernes Gebäude, das sich harmonisch in das Umfeld der umgebenden Bauten und der Lukaskirche einfügen würde. Die Klinkerfassade orientiert sich optisch an der benachbarten Kirche. Das dreigeschossige Gebäude steht im offenen Winkel zur Kirche. Die Lukaskirche bleibt als freistehender Solitär allseitig sichtbar und zugänglich. Im Verwaltungsgebäude bieten offene Gemeinschaftsbereiche auf jeder Etage den Mitarbeitenden die Möglichkeit zur Zusammenarbeit und zu informellen Treffen. Das Gebäude ist barrierefrei und wird mit Geothermie (Erdwärme) versorgt. Durch den niedrigen Wartungsaufwand und hohe Effizienz werden die Nutzungskosten niedrig gehalten.

Im Erdgeschoss befinden sich vor allem Räume mit Sonderfunktionen wie der Konferenzbereich, aber auch die von außen zugänglichen Räume für Geräte und Entsorgung. Im Konferenzbereich können die großen Fenster als Schiebeflügel geöffnet werden und erlauben so eine großzügige Verbindung von innen und außen. Geräumige Kombizonen bieten flexibel gestaltete Teamflächen, die in jedem Geschoss von der zentralen Netzwerkfläche ergänzt werden. Die Geschosshöhe des Neubaus orientiert sich an den umgebenden Bauten der Diakonie.

Im Rahmen des Wettbewerbs wurden von der Jury insgesamt vier Entwürfe prämiert:

Mit dem 2. Platz wurde der Beitrag des Architekturbüros Burhoff und Burhoff aus Münster belohnt. Mit dem 3. Platz zeichnete die Jury den Entwurf von Hartig Meyer Wömpner aus Münster aus. Den 4. Platz belegte der Entwurf von K*2A Architekten aus Witten.

 

Der Vorstand des Verbandes der Ev. Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg hat im Anschluss an den Architektenwettbewerb beschlossen, Gespräche mit den Architekten der beiden Siegerentwürfe (Bastian sowie Burhoff und Burhoff) zu führen, um die weitere Bauplanung voranzutreiben.

 

Ausstellung der Entwürfe im Lukas-Zentrum

Alle 12 Entwürfe sind noch bis zum 2. Oktober montags, dienstags, mittwochs und freitags jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr und donnerstags von 15.00 bis 17.00 Uhr zu sehen.

 

Zum Wettbewerb:

Zur Begutachtung standen Modelle und sehr detailreiche Zeichnungen zur Verfügung, die unter sachkundiger Anleitung durch unabhängige Architekten und der Moderation des Architekturbüros Schopmeyer und des Juryvorsitzenden Prof. Dr. Volker Droste ausgiebig besichtigt und in einem anspruchsvollen Verfahren bewertet wurden. Begleitet wurde der Architktenwettbewerb vom Baureferat der Evangelischen Kirche von Westfalen.

 

Gründung eines Verbandes der Evangelischen Kirchenkreise im Münsterland:

Nach den Synodenbeschlüssen der drei Kirchenkreise zum Bau einer neuen gemein-samen Verwaltung am Standort Coesfelder Kreuz in Münster im November 2016 wurde zum Zwecke der Verwaltungszusammenführung der Verband der Evangelischen Kirchenkreise Tecklenburg, Münster und Steinfurt-Coesfeld-Borken gegründet. Der Verbands-vorstand bildet den organisatorischen Rahmen der neuen gemeinsamen Verwaltung im Münsterland. Zum Vorsitzenden wurde Superintendent André Ost (Ev. Kirchenkreis Tecklenburg) gewählt, Stellvertreter ist Superintendent Joachim Anicker (Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken). Der Verband übernimmt mittelfristig die Aufgabe der kreiskirch-lichen Verwaltung, von der Personalplanung und Abrechnung über die Betreuung von Gebäuden und Grundstücken in kirchlichem Besitz bis hin zu Finanzfragen. Mit dem Abschluss der Verwaltungszusammenführung wird der Verband für 65 Kirchengemeinden mit rund 250.000 evangelischen Christen zuständig sein.