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Dienstag 26. September 2017 | Alter: 76 Tage

Ein begeisternder Gottesdienst mit viel Musik - Finissage der Ausstellung in der Ibbenbürener Christuskirche

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Gemeinsames Musizieren und gleiche Ziele verbinden die Kirchenband "Confession" aus Westerkappeln und den Posaunenchor "Uitani Brass Band" aus Khorixas in Namibia.

Ibbenbüren. Zum Abschlussgottesdienst der ökumenischen Ausstellung "Glaubenssache(n) und Herzensdinge" kamen am 24. September über 150 Besucher in die Ibbenbürener Christuskirche. Zwei Wochen lang waren im Kirchenraum Erinnerungsstücke zu sehen, die Menschen verschiedener Religionen, Generationen und Kulturkreise besonders am Herzen liegen. Pfarrerin Adelheid Zühlsdorf-Maeder hatte mit vielen Kooperationspartnern aus dem Kirchenkreis Tecklenburg an der Konzeption und Gestaltung gearbeitet. Zum Abschluss brachten die Kirchenband "Confession" aus Westerkappeln und der Posaunenchor "Uitani Brass Band" aus Khorixas in Namibia ungewöhnliche Klänge in den Gottesdienst. Die jungen Musiker aus Westerkappeln spielten unter der Leitung von Pfarrer Olaf Maeder Kirchenlieder und Songs wie "Imagine" von John Lennon oder "Talkin' 'bout a revolution" von Tracy Chapman. Die Gäste aus dem Partnerkirchenkreis Otjiwarongo nutzen ihren Aufenthalt in Westerkappeln, um in Workshops mit ihren deutschen Freunden auch über Religion und Politik zu diskutieren.

Im Projekt "KhoriKappeln" beschäftigt sich die Gruppe mit der Agenda 2030 und den Nachhaltigkeitszielen des Weltzukunftsvertrages. Unter dem Motto "Begegnung ist der erste Schritt" widmet sie sich dem Thema der Reduzierung von Ungleichheiten in Deutschland und Namibia. Gegenseitige Besuche, gefördert durch das Programm "weltwärts" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie das Goethe-Institut, vertiefen die Gemeinschaft.

Ab 1. Oktober 2017 werden im Dietrich-Bonhoeffer-Haus Westerkappeln erste Ergebnisse des Austauschprogrammes präsentiert. Sie sollen ein Gefühl dafür geben, was Ungleichheit bedeutet, Sie beginnt vor der eigenen Haustür und reicht über Ländergrenzen hinweg. Nähere Informationen sind im Netz zu finden unter khorikappeln.wordpress.com. Olaf Maeder hob hervor, dass es Aufgabe aller Christen sei, andere Religionen zu respektieren. "Manchmal heißt das auch Tolerieren im Wortsinne von Ertragen", stellte er fest. Nicht zu ertragen sei allerdings die ungleiche Verteilung der Güter in der Welt. Um diese zu ändern, gibt es Aktivitäten wie "KhoriKappeln".

"Glaubenssache(n) und Herzensdinge weltweit" hieß es an diesem sonnigen Sonntag in Ibbenbüren. "Es wird heute anders und lauter", kündigte Pfarrer Reinhard Lohmeyer an. Dann griffen die Musiker zu den Instrumenten und begleiteten die Sänger bei der Hymne "We are Marching in the Light of God". Olaf Maeder erzählte im Verlaufe des Gottesdienstes einiges über das Leben auf dem schwarzen Kontinent, unter anderem über die Sprachen und Dialekte, die dort gesprochen werden. Wie das klingt, erfuhren die Zuhörer durch den mitreißenden Auftritt der beiden Bands. "Masithi Amen" war eines der Lieder zum Mitsingen. Die Psalmübertragung nach Psalm 11, der Bibeltext aus dem Buch Jesaja, Kapitel 58, Gebete und Fürbitten wurden in deutscher und englischer Sprache gesprochen. Die Sammlungen waren für diakonische Zwecke der Gesamtgemeinde und die von Cansteinsche Bibelanstalt in Westfalen bestimmt.

"Ein Anliegen der Ausstellung war es, verschiedene Arten von Glauben und Religion darzustellen", sagte Olaf Maeder. Dies war im Gottesdienst ebenfalls sehr deutlich zu spüren. Bandmitglieder beantworteten Fragen nach ihren persönlichen Glaubenserfahrungen. Sie hatten sich zudem Gedanken darüber gemacht, wie sie die Welt verändern würden. Klimaschutz, Frieden, Stabilität und Harmonie waren Wünsche von Jugendlichen wie Erwachsenen gleichermaßen. "Es ist meine langfristige Vision, dass alle Menschen in dieselbe Richtung gehen", betonte David aus Khorixas. Lina Stalljohann übersetzte die Worte ins Deutsche.

"Wir verabschieden jetzt die Fundstücke und Findbücher aus der Kirche und danken allen, die an dieser wunderbaren Ausstellung mitgewirkt haben", sagte Pfarrerin Adelheid Zühlsdorf-Maeder, ehe noch weitere Lieder in mehreren Sprachen gesungen und getanzt wurden. Reinhard Lohmeyer lud anschließend in das Kirchencafé der Alten Schule ein, um das Kennenlernen weiter zu vertiefen.

 

Text und Foto: Brigitte Striehn