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Freitag 03. November 2017 | Alter: 19 Tage

Kinder auf den Spuren von Martin Luther und Johannes Calvin

Kategorie: alle Nachrichten


Gespannt sehen sich die Kinder das Modell der Burg Iburg an.

An den ersten beiden Nachmittagen der Kinderbibelwoche konnte Pastorin Sigrid Holtgrave jeweils fast 100 Kinder begrüßen. In einer großen Gemeinschaft lernten alle die Reformatoren Martin Luther und Johannes Calvin kennen. Der Deutsche Martin Luther und der Franzose Johannes Calvin waren fromme Theologen und eifrige Bibelleser. Ihnen ging die Bibel über alles. Aus der Bibel hören die Menschen schließlich Gottes Wort. Sie gerieten vor 500 Jahren in ihrer konsequenten Art in Konflikt mit der damaligen Amtskirche und lösten die Reformation (Erneuerung) der damaligen Kirche aus. Durch Luther und Calvin entstanden neben der katholischen Kirche die lutherische und reformierte Linie der Reformation.

Schwere Kost für Kinder, mag man denken. Aber die vielen teilnehmenden Kinder fanden das gar nicht. An den einführenden Theaterstücken über das Leben von Martin Luther und Johannes Calvin waren sie sehr interessiert und konnten nach den Aufführungen vieles wiedergeben und davon erzählen. Pfarrerin Holtgrave hatte mit den Konfirmanden die Theaterstücke vorher eingeübt. Anschließend wurde dazu in altersspezifischen Gruppen gebastelt. Julia Snigur und Johanna Aufderhaar backten Lutherbrötchen mit den Kindern im Martin-Luther-Haus. Von dort aus wurden in Gruppen an beiden Tagen Besuche im Lengericher Heimathaus gemacht. Dort demonstrierte Dieter Rogge seine nachgebaute Gutenbergpresse, die zu Luthers Zeiten just erfunden dazu beigetragen hatte, dass Luthers Bibelübersetzung und seine theologischen Gedanken sich so schnell in Deutschland und Europa verbreiten konnten.

Am dritten Tag der Kinderbibelwoche ging es um den bekannten Luther-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“. Dazu reisten 82 Lengericher Kinder und Jugendliche mit zwei Bussen zum Schloss in Bad Iburg. In verschiedenen kindgerechten Burgführungen wurde ihnen die Sicherheit nahe gebracht, die eine Burg für ihre Bewohner und die umliegenden Orte vermittelt, wenn Feinde sie umlagern. In der evangelischen Schlosskirche empfing die Iburger Pfarrerin Angelika Schmidt alle Lengericher Kinder mit den Worten „Das war ja ein imposanter Zug von Kindern zum Schloss Iburg hinauf.“ Die Konfirmanden spielten in der Schlosskirche ein Theaterstück über die Entstehung des bekannten Chorals vor. Pastorin Angelika Schmidt lobte die Lengericher Theaterspieler: „Euch würde ich gerne ausleihen!“ Die erste Strophe des Liedes, das Gott als schützende Macht des Lebens, ähnlich einer beschützenden Burg beschreibt, konnten die zuschauenden Kinder auch ganz schnell auswendig singen. Denn ganz überzeugend hatten Lara Hunecke den dichtenden Martin Luther und Sina Lindemann seine Frau Katharina von Bora gespielt. Tags zuvor hingen die Kinder an den Lippen von Philipp Hülsmeier, der Johannes Calvin darstellte. Zum Schluss der Kinderbibelwoche wurden an alle Teilnehmer die so genannten „Luther-Bonbons“ verteilt, die allen gut schmeckten. Das besondere Thema Reformation blieb so allen auf der Zunge - im doppelten Sinne.