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Dienstag 05. Dezember 2017 | Alter: 6 Tage

Adventskonzert in der Christuskirche Ibbenbüren

Kategorie: alle Nachrichten


Mehr geht nicht: Dicht gedrängt saßen bzw. standen die Mitwirkenden im Bereich vor dem Turmraum.

IBBENBÜREN – Seit der Gründung der evangelischen Singschule ist auch das alljährliche Adventskonzert, immer am Samstagnachmittag vor dem ersten Advent, mittlerweile zur Tradition geworden. Alle Jahre wieder ist aus diesem Anlass die Kirche restlos gefüllt; sowohl Auftrittsbereich als auch Zuschauerraum haben mittlerweile längst ihre Kapazitätsgrenzen erreicht.

Leider fiel in diesem Jahr jedoch das Programm eher knapp aus. „In der Kürze liegt die Würze“, lautete Kirchenmusikdirektor Christian Schauertes Kommentar. Die „Spatzen“, also die jüngsten Chorkinder ab vier Jahre, seien gegen Ende des Konzertes doch schon sichtlich unruhig geworden, befand Schauerte.

Neben den Spatzen- und Kinderchöre aus dem Christus- und Johannesbezirk gehören der Kinderchor Hörstel sowie die Jugendchöre „Wolke 7“ und „Heaven 11“ aus Johannes und Christus zur Gründungsbesetzung des Konzerts. Doch auch die „Gitarreros“ aus dem Paulus- und Matthäusbezirk und seit einigen Jahren die Kir(s)chenband „The Cherries“ sind mittlerweile fester Bestandteil der Veranstaltung. Dazu kommt in jedem Jahr ein Gast; diesmal der Posaunenchor Laggenbeck unter der Leitung von Reiner Pohl. Die Bläser brachten, unter Anderem mit einer instrumentalen Version von „Feliz Navidad“, einen festlichen Anstrich in das Konzert; ein guter Kontrast zum Gesangsteil, wobei beides allerdings ruhig noch etwas umfangreicher hätte ausfallen dürfen.

Für die Jugendchöre war die Probenarbeit für das Konzert in diesem Jahr durch die kurze Vorbereitungszeit erschwert worden. Mitte September hatten die Chöre beim großen Reformationsfest auf der Freilichtbühne Tecklenburg noch bei der Aufführung des Oratoriums „Bruder Martin“ mitgewirkt, anschließend mussten etliche junge Sänger, die aus den Kinderchören in die Jugendchöre übergewechselt waren, integriert sowie einige neue Lieder einstudiert werden. Auch in den Spatzenchören gab es nach den Sommerferien etliche Neuaufnahmen, doch verzeiht es das Publikum erfahrungsgemäß gern, wenn hier noch nicht alles perfekt klappt.

Neben neu einstudierten Stücken gab es auch manches Lied aus dem vergangenen Jahr zu hören, doch müssen selbst Lieder, die zum Repertoire der Chöre gehören, immer wieder geübt und von den dazugekommenen Chorsängern neu gelernt werden – bei 45 bzw. 60 Minuten Übungszeit pro Woche eine große Leistung des Leitungsteams Olga Neugum und Christian Schauerte (Chöre) sowie Sabine Weymann (Gitarrengruppen). Ob „Gloria in excelsis deo“, von den Spatzen- und Kinderchören als Kanon gesungen, „Heaven is a wonderful place“ (Kinder- und Jugendchöre) oder „Seht, die gute Zeit ist nah“ (die auf mittlerweile eine beachtliche Zahl angewachsenen Sänger der Jugendchöre): Die jungen Sängerinnen und Sänger überzeugten mit einer großen Vielfalt an deutsch- und englischsprachigen Liedern, die viel Beifall beim Publikum fanden.

Über ein kleines Ständchen zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum konnte sich außerdem Pfarrer Reinhard Lohmeyer freuen: Die Jugendchöre stimmten ihm zu Ehren „Eine Tür geht auf“ ein. Ob Adventskonzert oder Singschulauftritt beim alljährlichen Ibbenbürener Chortreffen: Lohmeyer ist regelmäßig dabei, wenn der Nachwuchs in Ibbenbüren auftritt. Von Christian Schauerte dazu aufgefordert, ließ er es sich nicht nehmen, ein paar Worte an die Zuhörer zu richten und zum Einen lobende Worte an den KMD zu richten – wenn man einen Kirchenmusiker wie Christian Schauerte habe, dann sei es „das Beste, wenn man ihn lässt“, wie er wolle -, zum Anderen aber auch Werbung für die Stiftung „Evangelische Kirche in Ibbenbüren“ zu machen. Schließlich finanziere diese – neben Zuschüssen für Kirchengebäude-Sanierungen – auch die Kirchenmusik mit, wie sie eben von der Singschule und dem Posaunenchor repräsentiert werde.

In flottem Wechsel zwischen den einzelnen Gruppen steuerte das Programm anschließend seinem Höhepunkt und Ende entgegen: Mit einem ausdrucksstarken „Good Night“ verabschiedete sich der Jugendchor im Namen aller Beteiligten. Vom Publikum gab es zu guter Letzt noch einen – zum Teil stehenden – Riesenapplaus.

 

Text und Foto: Claudia Ludewig