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Donnerstag 07. Dezember 2017 | Alter: 4 Tage

"Halten Sie am Staunen fest!" - Gottesdienst zum 1. Advent in der renovierten Ev. Kirche in Mettingen

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Das Presbyterium und Pastor Kay-Uwe Kopton (stehend 6.v.r.) freuen sich über den strahlenden Innenraum der Kirche. Der Posaunenchor unter der Leitung von Erich Kempka (stehend 5.v.r.) und Thomas Vossmann (stehend 7.v.r.) sorgte für den festlichen musikalischen Rahmen zum ersten Advent.

Mettingen. „Halten Sie fest am Staunen, wie schön es geworden ist“, forderte Pastor Kay-Uwe Kopton die Gläubigen in der frisch renovierten Ev. Kirche in Mettingen auf. Nach gut vier Monaten Renovierungszeit erstrahlte das älteste Gebäude in Mettingen am ersten Sonntag des neuen Kirchenjahres im neuen Glanz. Mit einer festlichen Fanfare spielte der Ev. Posaunenchor Mettingen unter der Leitung von Erich Kempka und Thomas Vossmann auf zum ersten Gottesdienst nach der Renovierung.

„Lange haben wir auf den heutigen Tag warten müssen, aber das Warten hat sich gelohnt. Hell und klar präsentiert sich jetzt der Innenraum unsere Kirche“, freute sich der Pfarrer. Von Ende Juli bis Ende November bestimmten zwei Hubsteiger das Bild in der Kirche. Die Wände und das Gewölbe wurden gereinigt und mehrfach gekälkt. Die filigranen alten Gewölbemalereien erstrahlen frisch durch die neue Hintergrundmalerei. Nach der Beseitigung des jahrzehntelang angesammelten Grauschleiers offenbaren sich plötzlich erstaunliche Details der Apostelfiguren. „Man kann den Aposteln jetzt ins Gesicht sehen und unter den Gewändern sind die Füße wieder deutlich zu erkennen“, schreibt Pastor Kopton in seinem aktuellen Gemeindebrief. Die Arbeiten im Bereich der historischen Malerei erforderten einen hohen Grad an Sorgfalt und Präzision.

Zudem haben wir einen Quantensprung für die bessere und gute Verständigung gelegt, denn wie ist es mit der Frohen Botschaft bestellt, wenn die nicht verständlich überkommt“, so Kopton, der sich gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern über die neue Akustikanlage freut.

In der heutigen Zeit fällt es den Menschen immer schwerer zu warten. „Die Adventszeit ist das Wartezimmer des Kirchenjahres, es bereitet uns vor auf die Geburt des Herrn“, sagte Kopton. Manchmal lassen Dinge etwas länger auf sich warten, so auch die Arbeiten, die eigentlich schon mit eingeplant waren. Im Frühjahr gehen die geplanten Arbeiten an den Rissbildungen an den Außenwänden, die Reparatur am Osterfenster und die Maßnahmen zur Verbesserung des Raumklimas weiter.

Kopton bedankte sich in doppelter Weise. Zum einen dankte er für die Gastfreundschaft in der Kapelle der Reha-Klinik im St. Elisabeth Hospital in Mettingen und für den Erlös der Kirchgeld-Spenden-Aktion in den vergangenen Jahren, durch die der finanzielle Grundstock der Renovierung gelegt werden konnte. Zudem dankte Kopton den vielen fleißigen Händen, die in den vergangenen Tagen dafür sorgten, dass das gesamte Inventar wieder auf seinen Platz gelangte.

Ganz überrascht war Manfred Pannek (8.v.r.), der mit einer Urkunde sowie einer Anstecknadel und der höchsten Auszeichnung für Blechbläser, der „Johannes-Kuhlo-Medaille“ ausgezeichnet wurde. Seit seinem siebten Lebensjahr, seit nunmehr 50 Jahren spielt der Trompeter im Posaunenchor mit. „Früh übt sich, was einmal ein Oberstimmenspieler werden will“, danke der Posaunenchorleiter Erich Kempka dem treuen Mitglied.

 

Text und Foto: Claudia Keller