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Montag 29. Januar 2018 | Alter: 21 Tage

Konzert in der Epiphaniaszeit fand großes Interesse

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Als besonderer Gast beim „Konzert in der Epiphaniaszeit“ war in diesem Jahr der Jugendchor der Singschule dabei.

IBBENBÜREN-LAGGENBECK – Seit vielen Jahren ist es feste Tradition: Das alljährliche „Konzert in der Epiphaniaszeit“, zu dem die Johannesgemeinde Laggenbeck auch in diesem Jahr am zweiten Sonntag im Januar in die Kirche einlud. Richtig voll war es dort zur späten Nachmittagsstunde, und da in diesem Jahr der Jugendchor der evangelischen Singschule Ibbenbüren mit von der Partie war, lag der Altersdurchschnitt der Zuhörer deutlich niedriger als sonst bei derartigen Konzerten üblich.

Mit dem bekannten Prelude (Te Deum) von Marc-Antoine Charpentier, in einer Fassung für Orgel und Trompete, wurde das Konzert feierlich von Michael Kimmel, dem Organisten der Gemeinde, und Tim Kiewitt auf der Trompete eröffnet. Die anschließende „Romanze“ von Max Reger, von Michael Kimmel auf der Orgel intoniert, setzte einen schwermütigen Kontrapunkt zu dem vorausgegangenen strahlenden Barockthema.

Zuvor hatte KMD Christian Schauerte noch einmal auf die Besonderheit der örtlichen Orgel – eines der wenigen noch erhaltenen Exemplare des Lemgoer Orgelbauers Ernst Klassmeyer – verwiesen: „Ein Juwel in der Orgellandschaft dieser Gegend“, befand der Kantor und betonte, dass sich das stark holzpfeifenlastige Instrument hervorragend für die ausgewählten Reger-Werke (im weiteren Verlauf des Konzertes erklangen zwei weitere Stücke dieses Komponisten) eigne.

Richtig eng wurde es, als der noch nicht einmal vollzählige Jugendchor im ohnehin schon sehr kleinen und nun durch den Weihnachtsbaum noch zusätzlich verschmälerten Altarraum dicht gedrängt Aufstellung nahm. Christian Schauerte leitete den eigentlich aus zwei Chören („Heaven 11“ aus dem Christus- und „Wolke 7“ aus dem Johannesbezirk) bestehenden Jugendchor an diesem Nachmittag allein, da Olga Neugum (Laggenbeck) kurzfristig erkrankt war. Nach geringfügigen Anlaufschwierigkeiten beim ersten Lied („Let the Heaven shine on me“) gaben sich die Sängerinnen und Sänger schon beim zweiten Stück sehr ausdrucks- und stimmstark und interpretierten gelungen „Jesus Friend of Sinners“.

Für alle Zuschauer, die den an diesem Nachmittag ausschließlich englischsprachigen Texten des Chors nicht so recht zu folgen vermochten, lieferte Christian Schauerte mit launigen Worten jeweils einen kurzen Überblick über die Liedinhalte, doch zählte eigentlich weniger der Inhalt, als die musikalische Verpackung, die vom Jugendchor in gelungener Weise geliefert wurde. So brachten die jungen Sänger in „The Christmas Child“ die Glocken mit ihren Stimmen zum Klingen, ließen ein vielstimmiges Gotteslob („Glory to God“) erklingen und verabschiedeten sich letztendlich mit einem strahlenden „Good Night“ von den an diesem Tag in großer Zahl erschienenen Zuhörern.

Abgerundet wurde das abwechslungsreiche Konzert von einigen weiteren Orgelstücken, allesamt gespielt von Michael Kimmel (darunter auch eine Partita über „Vom Himmel hoch, o Englein kommt“ des Ibbenbürener Komponisten Erich Stoffers, der sich übrigens ebenfalls unter den Zuhörern befand), sowie dem sehr festlichen Finale aus Opus 6 von John Stanley in einer Fassung für Orgel und Trompete.

 

Text und Foto: Claudia Ludewig