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Montag 19. März 2018 | Alter: 36 Tage

Hervorragende Botschafterin der kirchlichen Kindertagesstättenarbeit

Kategorie: alle Nachrichten

Uta van Delden, Geschäftsführerin des Verbands der Kindertageseinrichtungen im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg in den Ruhestand verabschiedet



Viele Weggefährten waren gekommen, um sich von Uta van Delden zu verabschieden. Superintendent André Ost (rechts im Bild) und Pfarrer Olaf Maeder dankten ihr für ihr Engagement.

Tecklenburg. Im Rahmen einer Feierstunde mit vielen Weggefährten wurde jetzt Uta van Delden, Geschäftsführerin des Kindertagesstättenverbunds im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg in der Jugendbil-dungsstätte verabschiedet. „Sie sind eine hervorragende Botschafterin unserer kirchlichen Kindertagestättenverbunds gewesen“ unterstrich Superintendent André Ost in seiner Grußrede. Sie habe ihre Erfahrung und Fachlichkeit mit Leidenschaft und Überzeugungskraft eingebracht und vertreten. Uta van Delden war insgesamt 46 Jahre im kirchlichen Dienst und mehr als 25 Jahre als Fachberaterin für die Kindertagesstätten im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg tätig. „Fachpolitisch haben Sie als Geschäfts-führerin enorm viel bewegt“, meinte André Ost. So habe sie sich dafür eingesetzt und darauf gedrängt, dass alle 28 Einrichtungen mit dem BETA-Gütesiegel qualifiziert werden, unterstrich er. Dies habe sie in dem Wissen getan, dass der Kirchenkreis nur mit Qualität überzeugen könne und die Kindergärten sich am immer stärker umkämpften Markt der verschiedenen Anbieter behaupten müssten. Es sei eine anspruchsvolle Aufgabe, ein Verbund-Unternehmen zu leiten. Gemeinsam mit Judith Lindemeier, der stellvertretenden Geschäftsführerin, habe sie diese Aufgabe hoch engagiert, fachlich kompetent und mit Vertrauenswürdigkeit ausgeübt. Dabei sei sie oft auch an die eigenen Grenzen der Belastbarkeit gegangen, so Ost. Auf Ebene der Landespolitik hätte Uta van Delden immer wieder Impulse gegeben, um auf die mangelnde Auskömmlichkeit der gegenwärtigen Gesetzeslage (Kinderbildungsgesetz NRW) aufmerksam zu machen. Ihr sei auch die Initiative mit den katholischen Trägern im Kreis zu Gesprä-chen in Richtung Landespolitik zu verdanken. Für sie habe immer das Wohl des Kindes im Mittelpunkt gestanden, so der Superintendent weiter. Weil sie sich selbst als ein Engel zum Schutz der Kinder verstanden habe, überreichte er ihr eine Engelskultpur des Bildhauers Richard Mupumha aus Simbabwe. „Dieser Engel“, so Ost, „ist ein Engel mit Profil und Ausdruck – ganz wie Sie!“

„Wir haben Ihr unglaubliches Engagement für den Kindergartenverbund wahrgenommen und sehr geschätzt“ machte Pfarrer Olaf Maeder, Vorsitzender des Leitungsausschusses des Kindergartenver-bunds, deutlich. In diesem Zusammenhang dankte er ihr für zwei Eigenschaften besonders: ihre un-glaubliche Fachkenntnis und die große Geduld. Sie habe immer wieder das KIBiz erklären müssen. Es werde den Beteiligten schwerfallen, auf ihren Sachverstand und Erfahrung zu verzichten, so Maeder weiter. Für ihren Ruhestand wünschte er ihr Gottes Segen und Gesundheit. - Monika Meierotte, die Sprecherin der Einrichtungsleitungen im Kirchenkreis, sprach Uta van Delden hohen Respekt für 46 Jahre im kirchlichem Dienst aus. „Nun gibt es für Sie keine Budgetverhandlungen, keine Gesetze mit „so komischen Vogelnamen wie KIBiz“, Komplettsanierungen und keine BETA-Gütesiegel mehr“ meinte sie schmunzelnd. Nun gelte es, neue Pläne für den Ruhestand zu entwickeln. Stillstand könne sie sich bei Frau van Delden nicht vorstellen. „Sie haben immer mit enormem Fachwissen imponiert, Qualität stand bei Ihnen immer im Vordergrund“ machte Dieter Fühner, Vorstand des Caritasverbands Rheine e.V. deutlich. „Ökumene ist für Uta van Delden gelebter Alltag“ betonte er. Die ökumenische Ausrich-tung für alle Familien im Sozialraum sei ihr gelungen. Ein gutes Beispiel dafür sei die gemeinsame Be-werbung des Ev. Johanneskindergartens Rheine und des Kath. Dreikönigskindergartens Rheine als Fa-milienzentrum, so Fühner weiter.

Claudia Brinkmöller, Geschäftsführerin des Kindertagesstättenverbunds im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken, überbrachte Grüße von Superintendent Joachim Anicker und den Kolleginnen und Kollegen aus dem Nachbarkirchenkreis. „KITA-Arbeit ist kein Kinderkram“ unterstrich sie. Sie berichte-te, gemeinsam mit Uta van Delden habe sie neue Impulse gesetzt. So hätten sie ein Rahmenprogramm für KITA-Leitungen entwickelt und Überzeugungsarbeit bei der Überarbeitung der Satzungen geleistet. Uta van Delden werde sich im Ruhestand nicht langweilen, ist sie sich sicher.

„Sie sind erfolgreich in der Netzwerkarbeit und für uns immer ein wichtiger Gesprächspartner bei der Bedarfsplanung gewesen“ betonte Mike Hüsing vom Kreisjugendamt in seinem Grußwort. Neben dem Wohl der Kinder habe ihr immer auch die Qualifizierung der Mitarbeitenden am Herzen gelegen.

„Wir werden gern und zufrieden an die gemeinsame Zeit zurückdenken“ unterstrich Kerstin Bothner, die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung des Kindertagesstättenverbundes. Sie dankte Uta van Delden für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Hans-Werner Schneider, Superintendent i.R., setzte ein Ausrufezeichen hinter das große Lob und den Dank für die Arbeit, der in allen Grußworten durchklang. In diesem Zusammenhang zitierte er den Pädagogen Georg Kerschensteiner:“ Bildung ist, was man behält, wenn man das Gelernte vergisst“. „Primäre Eindrücke der Kindheit prägen uns ein ganzes Leben lang“ so Hans Werner Schneider. Eltern und Pädagogen hätten eine hohe Verantwortung, das Bildungsvermögen im personalen Kontakt wachsen zu lassen. Dies gelte besonders in der frühen Phase.

Uta van Delden freute sich sehr über die vielen Gäste, die zur Feier gekommen waren. Ihr sei es immer darum gegangen, den Kindern Neugier zu vermitteln und sie resilient zu machen, damit sie Lust auf das Leben haben und sich in Gottes Schöpfung geborgen fühlen. Bei fröhlichen Gesprächen und einem Glas Sekt am kalten Buffet klang die Feier aus.