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Appell der Evangelischen Jugendkonferenz: Kirche hat den Auftrag, digitale Teilhabe und Kompetenz zu stärken

Fliegende Drohnen, App-basierte Brettspiele, digitale Schnitzeljagden und so manche weitere technische Errungenschaft konnten rund 50 Delegierte aus den Kirchenkreisen und Jugendverbänden der westfälischen Landeskirche am Wochenende 28. – 30. September in der Evangelischen Jugendbildungsstätte Tecklenburg begutachten.

Es tagte die Evangelische Jugendkonferenz von Westfalen (EJKW), um sich zum Thema „Digitalisierung und Evangelische Jugendarbeit“ zu beraten.

In einem Fachvortrag, Workshops und digitalem Marktplatz informierten sich die Abgesandten der lokalen Jugendarbeit über aktuelle Tendenzen und absehbare gesellschaftliche Entwicklungen. Dr. Jürgen Born vom Institut für Kirche und Gesellschaft referierte konkret zum Thema „Digitalisierung und Arbeit 4.0 in der Sozialwirtschaft“.

Durch Digitalisierung werde es zu einem radikalen Wandel der Gesellschaft kommen und das sehr bald. Um angemessen auf diese Transformation reagieren zu können und Medienkompetenz und digitale Teilhabe über das vorhandene Maß zu stärken, verabschiedete die Konferenz einen Appell an die Entscheidungsträger der Evangelischen Kirche von Westfalen:

Sagen Sie Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern sowie jungen Menschen nicht, was digital alles nicht geht, sondern finden Sie Wege, wie es geht! Lassen Sie die Ihnen anvertrauten Mitarbeitenden damit nicht allein, sondern nehmen Sie auch an dieser Stelle aktiv Verantwortung wahr. Denn letztlich verfolgen Sie das gleiche Ziel: Kinder und Jugendliche für das Wort Gottes zu faszinieren und zu begeistern!“ (Der ausführliche Text und Begründung sind zu finden unter: www.juenger-westfalen.de)

Medienkompetenz erfordere auch immer eine kritische Betrachtung, so die Meinung der Konferenzteilnehmenden. Um an dieser Stelle mit gutem Beispiel voran zu gehen, vereinbarten die Delegierten neben WhatsApp den Messenger „Signal“ zu installieren und zu testen. Dieser habe, wie in einem der Workshops zu erfahren war, eine gute Verschlüsselung, sammle Metadaten nur minimal und ist außerdem kostenfrei zu haben.

Auf der Tagesordnung standen in diesem Jahr auch Vorstandswahlen. Nach 13 Jahren verabschiedete sich Erich Reinke, geschäftsführender Jugendreferent aus dem Kirchenkreis Iserlohn, als Vorsitzender des Gremiums. An seine Stelle wurde die hauptamtliche Ariane Buchenau aus der Kontaktstelle der Evangelischen Jugend Dortmund gewählt.

Text: Anja Lukas-Larsen, Öffentlichkeitsarbeit, Amt für Jugendarbeit

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