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Erster Spatenstich zur Neugestaltung des Kirchplatzes in Hörstel

HÖRSTEL. Schon seit Monaten wird am Platz vor der evangelischen Friedenskirche in Hörstel gearbeitet. So waren im Februar rund 30 fleißige Helfer ehrenamtlich am Werk, um das Grundstück zu roden und für die Umgestaltung vorzubereiten. Der Kirchplatz soll angehoben und dadurch der Zugang zum Gotteshaus barrierefrei werden. Nach mehrjährigen Planungen und umfangreichen Vorarbeiten begann jetzt mit einem offiziellen ersten Spatenstich durch die Bauherren und die ausführenden Unternehmen die Schlussphase des 120000 Euro teuren Projektes.

Die Hörsteler Pastoren Dorothea und Martin Pfuhl sind froh, dass die Kirchgänger in Zukunft auch dann bequem in die Kirche gelangen können, wenn sie auf Hilfsmittel wie Rollstühle und Rollatoren angewiesen sind. Sie freuen sich aber auch, dass die Friedenskirche nach der Neugestaltung des Platzes wieder als Bergkirche sichtbar wird. Der ursprüngliche Charakter einer Kirchenburg wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der Zeit der „Luther-Renaissance“, als die Kirche von Karl Siebold erbaut wurde, werde durch die Neugestaltung der Anlagen wiederhergestellt, erklärt Martin Pfuhl.

Spätestens Mitte Juli sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Dann hat es mit der Behelfslösung, einer an die mehrstufige steile Treppe angelegte Alurampe, ein Ende. „Haben sie schon einmal einen Rollstuhl geschoben“, fragt Pfuhl, wohl wissend dass das kein leichtes Unterfangen ist und ebenso ein Kraftakt wie die „Auffahrt“ mit einem Rollator oder einem Kinderwagen. „Der Kirchplatz wird um ungefähr 80 Zentimeter auf das Niveau der Kirche angehoben“, erklärt der zuständige Architekt und Bauleiter Christian Niestegge den Plan. Die sechsprozentige Steigung sei komfortabel für alle, die zur Kirche hinauf und hinein wollen, fährt er fort.

Wie aus einem Guss werden sich Kirche und Platz in Zukunft präsentieren. Die Waschbetonelemente aus den 1970er Jahren wurden zurückgebaut. „Stattdessen werden Sandsteinmauern angelegt, die den Sandsteinsockel der Kirche aufnehmen, so dass der Übergang fließend ist“, erklärt Niestegge. Viel sei in den vergangenen Jahren geplant und wieder verworfen worden, erinnern sich die Pastoren und Presbyter. Die jetzige Lösung erfolgt in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Baureferat der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie mit der unteren und mittleren  Denkmalbehörde.

Die Bausumme komme durch Einzelspenden von Privatpersonen, der örtlichen Bankinstitute und des Evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg sowie durch eine Kirchgeldaktion der Kirchengemeinde und durch Eigenmittel zusammen, weiß Dorothea Pfuhl. 

Text und Foto: Dietlind Ellerich

(del)

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