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Kirchengemeinde Ibbenbüren feiert Gottesdienst am Aaseestrand

Pfarrerin Dr. Uta Wiggermann feierte am 29. Juli in Ibbenbüren mit etwa 200 Besuchern den zweiten sommerlichen Zentralgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde. Der sonnige Morgen in der gemütlichen Atmosphäre des Beach-Clubs am Strand des Aasees war wie gemacht für einen heiteren Tag in der Gemeinschaft von Christen verschiedener Konfessionen. Traditionell kommen zu den SommerFerienGottesdiensten auch Gäste aus den katholischen Geschwistergemeinden und Touristen, die in Ibbenbüren ihren Urlaub verbringen.

Als Thema hatte Dr. Wiggermann einen Satz aus dem fünften Kapitel des ersten Thessalonicherbriefes gewählt: „Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ Vielleicht hatten sich die Besucher über die kleinen Gummi-Entchen gewundert, die sie am Eingang erhielten. Doch Dr. Uta Wiggermann zitierte in ihrer Predigt den Humoristen Vicco von Bülow alias Loriot. Der hatte gesagt, dass man nur dann wirklichen Spaß am Leben haben kann, wenn man das Kindliche mitträgt. Keine oberflächliche Alberei, kein verschämtes Schmunzeln, sondern eine grundsolide Glaubensheiterkeit trage durchs Leben, so die Pfarrerin. „Die Ente bleibt draußen“, ließ Loriot Herrn Müller-Lüdenscheidt sagen. Das traf jedoch nicht auf die Gottesdienstbesucher zu. Sie durften ihre Entchen mit nach Hause nehmen.

Der hohe Anspruch „Beten ohne Unterlass“ meine, sein gesamtes Leben mit allen schönen und beschwerenden Dingen Gott anzuvertrauen. Dafür dürfen Christen dankbar sein. Hätten kleine Entenküken ihre Mutter nicht, wären sie verloren – und die Menschen ohne Gott, sagte Dr. Wiggermann. Sie appellierte an die Gemeinde, in gutem Miteinander weder schlechte Verlierer noch übertrieben selbstbezogen zu sein. Zur Erklärung dienten wiederum die gelben Quietschtiere: „Lasst die Enten ein Bild dafür sein, dass wir zu einer großen behüteten Gemeinschaft gehören, dass wir jemanden haben, der uns durchs Leben führt“, gab die Pfarrerin den Besuchern mit auf den Weg.

Nicole Seelhöfer trug die Lesung aus dem zehnten Kapitel des Markusevangeliums über die Segnung der Kinder vor. „Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen“, lautet der Bibeltext. Gebete und Fürbitten sprachen außerdem Karin Wahlbrink-Schmitz sowie Helga und Heinz Freese. Sie galten Menschen, die eine neue Heimat suchen, denen der Alltag zur Last wird, oder die sich auf fröhliche Sommertage freuen.

Kirchenmusikdirektor Christian Schauerte brachte nicht nur das Piano, sondern auch eine Badeente zum Klingen. Er begleitete die Gemeinde bei Liedern, die wunderbar zu dem wohltuenden Morgen passten. „Das Entlein führt sein Völklein aus“, hatte Paul Gerhardt sinngemäß in seinem Gesang „Geh aus mein Herz und suche Freud“ gedichtet. Wer den Text nicht kannte, sang einfach „quak, quak, quak“ oder lauschte erstaunt den Improvisationen Christian Schauertes über bekannte Kinderlieder zum Thema. Im Anschluss war Gelegenheit, bei einem Getränk und Laugengebäck miteinander ins Gespräch zu kommen und die gemeinsame Zeit zu genießen.

Text: Brigitte Striehn

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