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Musikalischer Ausklang der Veranstaltungsreihe „Faszination Namibia“

Am 7. Oktober war zum letzten Mal Gelegenheit, in Westerkappeln die Ausstellung „Begegnung ist der erste Schritt“ der Namibia-Projektgruppe „KhoriKappeln“ im Dietrich-Bonhoeffer-Haus zu besuchen. Am 16. September wurde sie im Beisein der Schirmherrin, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, feierlich eröffnet. Zu sehen waren Tafeln, auf denen Mitglieder der Gruppe in Text und Bild Unterschiede und Gemeinsamkeiten in beiden Ländern herausgearbeitet und anschaulich dargestellt hatten.

Zum Ausklang stand auf dem Platz vor der evangelischen Kirche die Jugendband „Confession“ auf der Bühne. Die Musiker haben eine besondere Beziehung zu Namibia, denn sie waren 2015 zu Workshops und musikalischem Austausch in dem afrikanischen Land zu Gast und engagieren sich auf vielen Ebenen für gemeinsame Aktionen. Die Kontakte des Evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg zum Partner-Kirchenkreis Otjiwarongo bestehen bereits seit über 30 Jahren. Westerkappeln hat zudem vor vier Jahren eine Partnerschaft mit der Gemeinde Khorixas auf den Weg gebracht, die das Leben in beiden Orten bereichert.

Die Band hat viele Hits der Rock- und Popgeschichte im Repertoire. Besucher, die über den Platz schlenderten, bekamen „Wann reißt der Himmel auf“ von Silbermond, „Talkin' Bout A Revolution“ von Tracy Chapman, „Sweet Home Alabama“ von Lynyrd Skynyrd oder zum Schluss „Seven Nation Army“ der amerikanischen  Band The White Stripes  zu hören. Hendrik Wehmeier und Philipp Kuhl servierten dazu das typisch namibische Getränk „Rock Shandy“. Es besteht aus Wasser, Zitronenlimonade und einigen Spritzern Bitterlikör. Es wird traditionell als „Sundowner“ zum Tagesausklang getrunken.

Pfarrer Olaf Maeder freute sich, dass fast alle Veranstaltungen gut besucht waren. „Die große Bandbreite der Themen hat vor allem junge Leute angesprochen, das ist ermutigend für die Kirche“, betonte er. Durch das ehrenamtliche Engagement, viele Treffen und verbesserte Kommunikations-möglichkeiten habe die Partnerschaftsarbeit neuen Schwung erhalten. Die Kirchengemeinde werde an dem Thema dranbleiben, denn es öffne den Blick aus dem kleinen Dorf mit behüteten Strukturen in die weite Welt. Durch persönliches Kennenlernen vermeintlich fremder Lebenssituationen entstehe Toleranz für andere Kulturen. „Wir sind eine weltweite Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern, die unterschiedliche Wege zu Gott suchen“, stellte Olaf Maeder fest. Namibia ist ein Land mit einer stabilen Demokratie und verlässlichen Verwaltungsstrukturen, die den deutschen nicht unähnlich sind. Das erleichtere die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene und die Unterstützung durch die Politik, so der Pfarrer.

Seitens der Gruppe „KhoriKappeln“ zog Melanie Wehmeier ein positives Fazit. „Wir haben Tolles erreicht und dabei viel gelernt“, blickte sie zurück auf die Aktion „Faszination: Namibia“. Die Kontakte werden für Aufgaben im Kirchenkreis genutzt, die schon in Planung sind. Der Grundstein für ein Mädchenprojekt sei schon gelegt, kündigte Wehmeier an. Über weitere Planungen berichtete Niklas Schulte von der Gemeinde Westerkappeln. „2019 wird der Posaunenchor des Kirchenkreises nach Namibia reisen“, erzählte Schulte. Zudem organisieren die Verantwortlichen Beratungs-Workshops zum gegenseitigen Kennenlernen und der Erarbeitung neuer Ziele für die Zukunft.

Text: Brigitte Striehn

 

 

 

 

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