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A 1 - Frieden erfahren - Schüler drücken in Bildern aus: die Verantwortung für den Frieden liegt bei uns allen

„Erst waren wir skeptisch, als wir von dem Projekt A - Frieden erfahren“ hörten“, berichtet Schüler Simon Karolak vom Graf-Adolf-Gymnasium Tecklenburg (GAG), „doch als wir selbst Teil davon wurden, haben wir uns Gedanken über das Thema gemacht. Und es sind schöne Bilder entstanden“. Am Weltfriedenstag und dem 375. Jahrestags des Verhandlungsbeginns zum Westfälischen Frieden auf Haus Marck stellte die Projektgruppe zwölf großformatige Bilder vor dem Kulturhaus in Tecklenburg aus, die auf Bauzäunen befestigt sind.

Die Schülerarbeiten setzen sich nicht nur mit dem Westfälischen Frieden auseinander, sondern stellen ihn in den historischen Kontext mit den Orten, an denen der Friedensvertrag ausgehandelt wurde. „Die Motive sind gelungen und ansprechend“ meint Superintendent André Ost im Rahmen der Präsentation im Kulturhaus Tecklenburg. „Der Westfälische Frieden ist immer mit Religion verknüpft. Wir müssen es schaffen, die Religionen zu verbinden, so dass es uns gelingt, in Koexistenz zusammen zu leben, “ so der Superintendent weiter. Das Bild „Kino der Toleranz“ stelle die Frage zuschauen oder weggehen? Es zeige die Symbole der drei Weltreligionen (Islam, Judentum, Christentum), die für Koexistenz stehen. „Koexistenz beschreibt das gleichzeitige Vorhandensein verschiedener Systeme“ machte Ost deutlich. "Die größte Herausforderung besteht darin, das, was anders ist, gelten zu lassen“. Es gehe darum, das, was anders ist, zu versöhnen. Er hoffe, dass sich dies im Frieden verwirklichen lasse. Ost dankte Pfarrer Dr. Norbert Ammermann, Kulturbeauftragter des Ev. Kirchenkreises Tecklenburg, für seine Initiative zu diesem Projekt.

„Als ich von dem Projekt hörte, war ich sofort begeistert“ betont Schirmherr Landrat Dr. Klaus Effing. Er sei schon den Friedenweg 1648 gewandert. Beim Abend der Diakonie am 19. September auf Haus Marck habe er die historischen Orte wiedererkannt, an denen die Vorverhandlungen zum Westfälischen Frieden stattgefunden haben. Das Plakat der Schüler, auf dem ein Golfspieler zu sehen sei, sei sehr interessant. „Der Golfspieler holt schwungvoll aus, trägt den Frieden in sich und spielt den Ball zu Haus Marck“ beschrieb er die Szene. Das Bild symbolisiere 70 Jahre Frieden in Europa.

„A 1- Frieden erfahren ist ein tolles Projekt“! so Bürgermeister Stefan Streit (Tecklenburg). „Es weist künstlerisch auf die Wichtigkeit der Erhaltung des Friedens hin. Jeder ist dafür verantwortlich, in der Gesellschaft für Frieden einzustehen“ betonte er.  Dieses Projekt sei vorbildlich für die Gesellschaft. „Wir zeigen mit diesen Schülerarbeiten, was die Friedenspädagogik bewirken kann“ freut sich Evelyn Futterknecht, Schulleiterin des GAG. „Es macht mir Mut, dass sich junge Menschen kritisch und konstruktiv mit Krieg und Frieden auseinandersetzen“. Für sie sei dies ein schöner Abschluss der UNESCO-Projekttage der Schule. „Die Schüler haben es geschafft, kleine Figuren groß zu machen“ betonte die Fotokünstlerin Simone Thieringer. Auf Haus Marck hatten die Schüler Bilder und Szenen mit Modell-Eisenbahnfiguren gestellt. „Ich war erstaunt, wie schnell ihr den Bildern Tiefe und Bedeutung gegeben und die Botschaften umgesetzt habt“ unterstrich sie.

„Wir sind stolz auf Euch!“ so die Lehrerin Ellen Ortmann, die das Projekt praktisch mit den Schülern umsetzte. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Lisa Volkamer habe sie die Zeit intensiv genutzt, um den Schülern Wissen über den Westfälischen Frieden, aber auch Zugänge zu regionalen Bezügen zu vermitteln. „Ihr habt in Euren Bildern deutlich gemacht, dass wir alle für den Frieden eintreten müssen“ meinte sie.

Die Bauzaunbilder sind einen Monat lang in Tecklenburg vor dem Kulturhaus zu sehen. Dann wandern sie weiter nach Lengerich. Weitere Informationen rund um Veranstaltungen zum Projekt unter

www.a1-frieden-erfahren.de

Text: Christine Fernkorn

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