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Bleiben oder gehen? Westfälische Landeskirche befragt Mitglieder und Ausgetretene

»Bleiben oder gehen?« Unter diesem Titel ruft die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) seit Pfingsten dazu auf, sich an einer Umfrage zu beteiligen. Dabei geht es um Antworten auf die Fragen, warum Menschen aus der Kirche austreten und was Menschen in ihrer Kirche hält. Bis jetzt haben sich über 800 Personen an der Studie beteiligt.

Für Dr. Tobias Faix vom Institut empirica für Jugend, Kultur und Religion an der CVJM-Hochschule Kassel ist das zunächst eine gute Grundlage für eine Stichprobe. Bis Mitte Juli – so lange läuft die Umfrage noch – wünscht sich der Wissenschaftler aber noch einige Hundert Teilnehmer mehr: »Im Idealfall werden es insgesamt tausend plus x«. Zu den Ergebnissen will Faix jetzt natürlich noch nichts sagen. »Nur so viel: Es verspricht überraschend und aufschlussreich zu werden. Und wir freuen uns sehr über das deutliche Feedback. Das zeigt auch: Es lohnt sich, über dieses wichtige Thema nachzudenken.«

Zusammen mit seinem Kollegen Dr. Ulrich Riegel vom Religionspädagogischen Institut der Universität Siegen wertet Faix die Ergebnisse bis Anfang September aus. Voraussichtlich bis Mitte Oktober werden sie veröffentlicht. Landeskirchenrat Dr. Dieter Beese, der das Projekt in der EKvW betreut, ist an der »ehrlichen und unverblümten Meinung« von Kirchenmitgliedern wie Ausgetretenen interessiert.

»Denn wir wollen uns als Kirche weiterentwickeln – unter Bedingungen, die sich rasant verändern. Damit wir auch in Zukunft mit der alten und immer wieder aktuellen Botschaft von Gottes Liebe Menschen erreichen, fragen wir nach Gründen und Motiven, in der Kirche zu sein oder sie zu verlassen.« Gefragt wird nach Erfahrungen und Erkenntnissen, nach Einsichten und Emotionen. Beese: »Wir sind offen und neugierig. Nur dann können wir für unser künftiges Handeln lernen.«

Informationen zur Online-Studie finden Sie hier: http://www.kirchenstudie.de

Rückfragen per E-Mail an Dr. Tobias Faix vom Institut empirica: faix@cvjm-hochschule.de

Quelle: Pressestelle der EKvW

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Erstellungsdatum: 20.06.2018