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Die "Collective Singers aus Namibia" begeisterten die Zuhörer

WESTERKAPPELN. Von „wunderschön“ bis „sensationell“ reichten die Kommentare über das Konzert, zu dem der namibische Chor „Collective Singers“ Ende Mai zum Abschluss seiner Deutschlandtournee in die Westerkappelner Stadtkirche eingeladen hatte. Es war in der Tat ein sehr stimmungsvoller Abend, den sich auch Superintendent André Ost nicht entgehen ließ. Lebensfreude pur brachten die Sängerinnen und Sänger in das altehrwürdige Gemäuer, das eine solche Begeisterung mit stehenden Ovationen und nicht enden wollendem Applaus bereits zur Konzertpause wohl selten erlebt hatte.

Tolle Stimmen und ein mitreißendes Programm taten ein Übriges, dass der Funke von den Aktiven im Chorraum binnen weniger Sekunden auf die rund 300 Besucher in den Kirchenbänken übersprang. Den Abschluss ihrer zweiwöchigen Tour durch Deutschland feierten die Frauen und Männer aus Namibia gleich zweimal im Tecklenburger Land. Nach einem Konzert am Vortag in der evangelischen Kirche in Lienen gab es in Westerkappeln im Rahmen des Städteprojekts „Khorikappeln“ ein besonderes Highlight. Unter dem Motto „Confession meets Collective“stimmten Mitglieder der Kirchenband, die auch schon in Namibia zu Gast gewesen waren, mit „Africa“, „Tate Wetu“ und „Siyahamba“ drei Titel gemeinsam mit dem Chor aus dem Süden Afrikas an.

Nach diesem gelungenen Auftakt von deutscher Kirchenband und namibischem Chor stellten die Sängerinnen und Sänger nicht nur in „Amazing Grace“, dem wohl beliebtesten Gospel der Welt, eindrucksvoll unter Beweis, wie gut das gesamte Ensemble und seine Solisten aufeinander eingespielt sind.

Die Besucher hielt es vor Begeisterung kaum in den Kirchenbänken. Klatschen, Wippen, Summen oder Singen waren angesagt, und die Akteure machten es dem Publikum einfach, banden es immer wieder in ihren lebendigen Vortrag ein, ließen es sich nicht nehmen, den Inhalt der Lieder in englischer Sprache zu erklären, damit ihre Gäste  wussten, was sie sangen und manchmal auch szenisch darstellten. Das war mal berührend, mal mitreißend, mal voller Ruhe, mal voller Schwung, aber immer rhythmisch und wunderschön. Ein besonderes Lob für den Schlagzeuger, der alles zusammenhalte, gab es von Reinhard Keding, der die Konzertreise mitorganisiert hatte.

Die „Collective Singers“ boten mit ihrer breiten Vielfalt an geistlichen und kulturell-afrikanischen Songs nicht nur etwas für die Ohren. In ihren verschiedenen Trachten waren sie auch echte Hingucker, die farbenprächtig die verschiedenen Volksgruppen des Landes repräsentierten sowie in Rot, Weiß, Blau, Grün und Gelb die Nationalfarben darstellten. Nach knapp zwei Stunden verabschiedeten sich die vor Freude sprühenden Akteure mit einem namibischen Medley aus dem Gotteshaus. Singend und Fahnen schwenkend zogen sie  aus der Kirche und nahmen draußen ihr Publikum wieder in Empfang.

Text: Dietlind Ellerich

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