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Fair play: fair life - Eine Aktion der MOEWE anlässlich der Fußball- WM

Die Fußball-WM in Katar hat begonnen. Neben der Freude auf spannende Fußballspiele gibt es in Kirchen, Fanszene und Zivilgesellschaft intensive Debatten um diese WM und sogar Boykottaufrufe.

Die Aktion ‚Fair play: fair life‘ wurde vom Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung der evangelischen Kirche in Westfalen ins Leben gerufen. Sie möchte auf die massiven Menschenrechtsverletzungen hinweisen, die mit der Fußball-WM in Katar verbunden sind. Mehr als 6.500 Arbeiter starben beim Bau der Sportstätten. Auch für den Klimaschutz ist diese Veranstaltung eine Katastrophe aufgrund des enormen Verbrauchs an Energie und anderer Ressourcen,“ sagt Pastorin em. Kerstin Hemker, Botschafterin für Brot für die Welt. Sie möchte diese Kampagne in Rheine und im evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg bekannter machen.

In den nächsten Tagen werden in Gaststätten in Rheine Bierdeckel mit dem Titel der Kampagne und einem QR-Code, über den weitere Informationen zu erhalten sind, ausgelegt werden. Hinweise, um das Thema z.B. im schulischen Unterricht, im Konfirmandenunterricht oder in der kirchlichen Gemeindearbeit aufzugreifen, bietet die Homepage https://www.moewe-westfalen.de/fair-play-fair-life/

ebenfalls.

Als Befürworter dieser Kampagne zeigte sich der ehemalige Profifußballer Neven Subotic bei seinem Besuch in Rheine. Er stellte am 12. November sein Buch „Alles geben. Warum der Weg zu einer gerechteren Welt bei uns selbst anfängt“ im Tagungs- und Gästehaus (TAT) vor. Im Rahmen seiner Lesung über seinen persönlichen Lebensweg und sein Engagement für Menschen in Äthiopien verwies er immer wieder auf die ungerechten Arbeits- und Lebensbedingungen für viele Menschen im globalen Süden.

So kostet ein WM-Trikot einer bekannten Sportfirma im Handel 90 €. Gerade mal 90 Cent erhalten die Näherinnen für die Herstellung eines Trikots. Hier regt die Aktion „Fair play: fair life“ an, sehr genau zu prüfen, ob man Produkte mit WM – Logo kaufen will oder nicht lieber auf fair hergestellte Produkte ausweicht.

Text: Kerstin Hemker

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