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Haushalts- und Finanzsynode des Ev. Kirchenkreises Tecklenburg genehmigt kreiskirchlichen Haushalt - Kirchenkreis baut Klimaschutzfonds auf

Am Montag, 22. November 2021, tagte die Haushalts- und Finanzsynode des Ev. Kirchenkreises Tecklenburg coronabedingt als Zoom-Konferenz. „Gut, dass wir in Online-Synoden geübt sind“ meinte Superintendent André Ost zur Begrüßung.

Den technischen Support organisierte Thomas Flachland, Jugendreferent der Ev. Jugendarbeit im Nachbarkirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken. Zur Eröffnung hielt Pfarrerin Ulrike-Wortmann-Rotthoff (Tecklenburg) eine Andacht. Darin beschrieb sie den christlichen Grund der Hoffnung und nahm Bezug auf das Bibelwort aus Philipper 3:“ Haltet unerschütterlich daran fest, dass ihr zum Herrn gehört“.

Oberkirchenrätin Katrin Göckenjan-Wessel und Landeskirchenrätin Barbara Roth, die beiden landeskirchlichen Ortsdezernentinnen für den Kirchenkreis Tecklenburg, betonten in ihrem schriftlichen Grußwort, es brauche gerade in diesen Zeiten den „besonderen, unverwechselbaren Ton“ des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, der uns geschenkt ist, und den wir in die Welt weitersagen und mit Menschen teilen können. Joachim Anicker, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, dankte dem Kirchenkreis Tecklenburg für das geschwisterliche Miteinander im Gestaltungsraum. Die Zukunftsaufgabe für Leitungsverantwortliche und Kreissynode heiße aus seiner Sicht, Kirchenorganisation, Gottesdienst und Gemeindeleben ganz neu zu denken und dabei mutig den neuen Wegen zu vertrauen, auf die Gott die Kirche weise.

Der kreiskirchliche Haushalt 2022 umfasst 10.393.247 €

Stefan Goedsche, Fachbereichsleiter Haushalt/Finanzen/Friedhöfe im Ev. Kreiskirchenamt Münsterland/Tecklenburger Land informierte die Synodalen über die Haushaltsplanung für das Jahr 2022. Dem Kirchenkreis mit seinen 17 Kirchengemeinden stehen im kommenden Jahr Kirchensteuermittel in Höhe von 10.393.247 € zur Verfügung. „Neben der allgemeinen Kostensteigerung ist die Entwicklung der Gemeindegliederzahlen im Kirchenkreis Tecklenburg weiter rückläufig“, berichtete Stefan Goedsche. Zum zweiten Mal in Folge verliere der Kirchenkreis Gemeindeglieder in einer vierstelligen Größenordnung. Der Fachbereichsleiter empfahl den Synodalen, Fragen struktureller Entwicklung im Kirchenkreis, besonders im Hinblick auf den Gebäudebestand, mit den Zielen und Vergabe-Parametern des Klimaschutzfonds zu verknüpfen.

Verwendung des Jahresüberschusses 2022 der Finanzausgleichskasse

Die Finanzausgleichskasse 2020 verzeichnet einen Überschuss in Höhe von 727.776,75 €. Der Kreissynodalvorstand (KSV) empfiehlt folgende Verwendung der Mehreinnahmen in Höhe von 727.776,75 €:

Der im Rahmen des Umlageverfahrens erstmals aufzubringende Betrag von 241.325,18 € für das IT-Projekt Cumulus wird für das Haushaltsjahr 2022 einmalig aus Kirchensteuer-mehreinnahmen finanziert. Der verbleibende Betrag in Höhe von 486.451,57 € wird je zur Hälfte auf die Kirchengemeinden und den Kirchenkreis verteilt. Der auf die Kirchen-gemeinden entfallende Anteil der Kirchensteuermehreinnahmen wird im Rahmen der üblichen prozentualen Verteilung gemäß Finanzsatzung verteilt und ohne Zweckbindung zugewiesen.

Die Kreissynode hat am 14. Juni 2021 im Rahmen eines Antrags aus dem Ausschuss für Weltverantwortung zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit folgendes beschlossen (Beschluss im Wortlaut): „Es wird angeregt, in der Finanzplanung der Synode bis 2025 einen Klimaschutzfonds mit einem Volumen von mindestens 750.000 € einzurichten (etwa 10 € pro Gemeindeglied). Für die Umsetzung sind Handlungskonzepte mit messbaren Zielen als Kriterien zu erstellen, die Basis für die Bewilligung von Geldern sein sollen“. Im Sinne der Umsetzung dieses Beschlusses werden 240.000 € aus dem auf den Kirchenkreis entfallenden Anteil der Kirchensteuermehreinnahmen für den Aufbau des Klimaschutzfonds zur Verfügung gestellt. Der verbleibende Betrag in Höhe von 3.225,78 € wird der Rücklage für besondere Zwecke zugewiesen. Die Synodalen votierten mit großer Mehrheit für diesen Beschluss und folgten damit der Empfehlung des KSV.

Die Synode nimmt Haushaltsplan des Verbands der Evangelischen Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg zustimmend zur Kenntnis

Die Mitarbeitenden des Verbands der Evangelischen Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg haben im September 2020 das neue Verwaltungs-gebäude am Coesfelder Kreuz in Münster bezogen. Am 1. Januar 2020 sind die Kreiskirchenämter der Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg fusioniert. Jutta Runden, Leiterin der Gesamtverwaltung des Verbands, informierte die Synodalen über den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020. Die Bilanzsumme beträgt 5.227.223,44 €. Die Abgeordneten der Synode nahmen den Verbands-Haushaltsplan 2022 mit großer Mehrheit zustimmend zur Kenntnis.

Die Synode stimmt über die Nachbesetzung von Mitgliedern in Gremien ab

Auf Empfehlung des Nominierungsausschusses unter Leitung von Pfarrer Andreas Finke stimmten die Synodalen über Nachbesetzungen für die synodalen Gremien ab: Als nichttheologisches Mitglied für den Kreissynodalvorstand (KSV) wurde Tanja Bornhoff (Westerkappeln) gewählt. In den Finanz- und Planungsausschuss des Kirchenkreises wählten die 84 stimmberechtigen Synodalen Pfarrer Dr. Dirk Schinkel (Rheine), Karl-Heinz Käsekamp (Ibbenbüren) und Gerhard Kellermeier (Recke). Für die Nachbesetzung des Ausschusses für Gottesdienst und Kirchenmusik des Kirchenkreises wurden Joachim Schulz (Rheine), Marco Johanning (Kirchenmusiker Kirchengemeinde Lengerich) und Harald Budke (Tecklenburg) gewählt. Als Abgeordnete für die Landessynode votierten die Synodalen für Volker Beernink (Westerkappeln) als nicht-theologisches Mitglied und für Jörn Winter (Ibbenbüren) als 1. Stellvertreter.

Struktur-AG entwickelt Vorschläge für ein Zukunftsbild

Schon die Sommersynode hatte sich 2021 mit dem IPT-Personalkonzept befasst. In den sogenannten „Interprofessionellen Teams“ werden Hauptamtliche mit unterschiedlichen Berufsbildern wie beispielsweise Gemeindepädagogen und - pädagoginnen in Teamstrukturen gemeinsam mit Pfarrerinnen und Pfarrern übergemeindlich tätig werden. „Wir brauchen ein klares Zukunftsbild über 2030 hinaus. Mit diesem Zukunftsbild sollten wir bereits die Gegenwart gestalten“, so Superintendent André Ost in seinem Bericht über die Arbeit der Struktur-AG, die im Frühjahr des Jahres ins Leben gerufen wurde.

Sachstandbericht Themenfeld Sexualisierte Gewalt

Viola Langenberger, Jugendreferentin im Kirchenkreis, wird ab 1. Januar 2022 als Präventionsfachkraft gegen sexualisierte Gewalt für einen Zeitraum von drei Jahren in den Ev. Kirchenkreisen Tecklenburg und Münster tätig sein. Pfarrerin Dr. Britta Jüngst, die im Oktober in den Kirchenkreis Münster wechselte, hat den Arbeitskreis Sexualisierte Gewalt im Kirchenkreis geleitet und die Gemeinden im Kirchenkreis Tecklenburg über Schutzkonzepte zum Schutz vor sexualisierter Gewalt informiert. Seit Anfang 2020 vermittelt Multiplikatorin Ingrid Klammann in Schulungen die notwendigen Grundkenntnisse zum Thema.

Christliche Weltverantwortung mit Leben füllen

Heinz-Jakob-Thyßen, Umweltbeauftragter des Kirchenkreises Tecklenburg, informierte die Synodalen über den Sachstand zur Umsetzung des Beschlusses zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit. Neben bereits durchgeführten energetischen Sanierungsmaßnahmen sei die 2018 von der Synode beschlossene Beschaffungsordnung zu nennen, berichtete der Umweltbeauftragte. Mit dem Finanz- und Planungsausschuss und dem Kreissynodal-vorstand seien nun Modalitäten im Blick auf die energetische Verbesserung und Sanierung von Gebäuden, die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die nachhaltige Bewirtschaftung von Flächen festzulegen. „Es geht darum, die Wahrnehmung christlicher Weltverantwortung immer wieder mit Leben zu füllen“ betonte Thyßen.

Lage im Partnerkirchenkreis Otjiwarongo (Namibia):

„Unser Land ist schwer getroffen von der Corona-Pandemie“ berichtete der Partnerschafts-koordinator des Kirchenkreises Otjiwarongo (Namibia), Pastor John Guidao-oab, in einer digitalen Grußbotschaft. Am Ewigkeitssonntag hätten die Christen in Otjiwarongo der verstorbenen Gemeindeglieder gedacht, viele von ihnen seien an Corona gestorben. In diesem Zusammenhang dankte John Guidao-oab dem Kirchenkreis Tecklenburg für eine Nothilfeaktion: „Wir konnten an 300 Haushalte Lebensmittel, Masken, Handschuhe und Schutz-Anzüge verteilen“ berichtete er. Dirk Schoppmeier, Mitglied des Partnerschaftskomitees des Kirchenkreises Tecklenburg, unterstrich, die Vernetzung und Kommunikation der ökumenischen Partner sei, auch dank der sozialen Medien, in der Coronazeit enger geworden.

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