Unsere aktuellen Nachrichten auf einen Blick

Ökumenische Segensstation auf dem Wochenmarkt in Ladbergen

Die evangelische und die katholische Kirchengemeinde in Ladbergen gehen gemeinsam neue Wege: Sie haben einen Segensstand auf dem Wochenmarkt im Ort angeboten, um auf die diesjährige Spendenaktion der Sternsinger aufmerksam zu machen und den Segen weiterzugeben. Öffentlichkeitsreferentin Christine Fernkorn führte mit Pfarrerin Dörthe Philipps dazu ein Gespräch:

Wie kam es zu der Idee?

„Die Idee hat Pater Hans-Michael Hürter, Pfarrer des Christopherus-Bezirks Ladbergen der katholischen Gemeinde Seliger Niels-Stensen. Wir hatten überlegt, dass wir einen Ort finden wollten, wo die Menschen zusammenkommen. Dafür eignet sich der Wochenmarkt auf dem Kirchplatz in Ladbergen besonders gut. Dort boten wir an einem Stand Segensaufkleber für die Haustür und einen Segensgruß an“.

Worum geht es in diesem Jahr?

„Zu Beginn des neuen Jahres bringen die Sternsinger traditionell den Segen Gottes zu den Menschen. Gottes Segen kommt auch im Jahr 2022 wieder in die Ladberger Haushalte“ so die Pfarrerin. Auf Hausbesuche wird jedoch coronabedingt verzichtet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Spendenaktion steht das Motto „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“. Das Aktionsplakat zeigt den fünfjährigen Jungen Benson aus dem Südsudan. Er stürzte von einem Mangobaum und wurde im Daniel-Comboni-Krankenhaus in Wau behandelt. Das Krankenhaus wird von den Sternsingern unterstützt. Die Gesundheitsförderung von Kindern in Afrika steht bei der Sternsingeraktion im Mittelpunkt. Die Sternsingeraktion will darauf aufmerksam machen, warum gerade dort die Gesundheit vieler Kinder gefährdet ist und wie dort geholfen wird. Denn Gesundheit ist ein Kinderrecht weltweit.

Wie haben Sie auf die Aktion aufmerksam gemacht?

Vorab waren Flyer in den Briefkästen der Ladberger Bürger verteilt worden mit dem Hinweis auf die Segensstation auf dem Wochenmarkt. „Einige, die dies gelesen hatten, waren nur gekommen, um Geld zu spenden“, berichtet Dörthe Philipps. Auch die Marktbeschicker hätten die Aktion finanziell unterstützt. Die Spendendose habe sich schnell gefüllt, obwohl der Wochenmarkt ein kleiner Markt ist. „Auf den ersten Blick hatten einige Leute sicher Probleme, Pater Hürter und mich zu erkennen, denn wir trugen die Corona-Masken und waren verkleidet“ meint die Gemeindepfarrerin. Die katholische Gemeinde habe sie mit würdevollen Messgewändern und Kronen ausgestattet. Ein Kind fragte Pater Hürter, ob er ein Prinz sei“, so die Seelsorgerin schmunzelnd.

Wie haben die Marktbesucher reagiert?

„Immer wieder kamen Kinder auf uns zu und sprachen uns an. Ich habe das Gefühl, die Sternsingeraktion ist hier im Ort gut etabliert und die Menschen freuen sich darauf“, so Dörthe Philipps. Die Seelsorger hätten Gelegenheit genutzt, die Menschen zu fragen, wie es ihnen geht und seien mit den Marktbesuchern ins Gespräch gekommen. „Wir hoffen sehr, dass die Kinder im Januar 2023 wieder als Sternsinger von Haus zu Haus gehen können, um den Segen weiterzugeben. In der Zeit vor der Coronaphase hätten die Kinder nach dem Sternsingen zusammen gekocht und gegessen, hatten Nachtreffen und haben sich auch mal zum Abenteuer-Golfen getroffen. Dies habe die Gemeinschaft gestärkt. Leider müsse dies alles zurzeit coronabedingt ausfallen, berichtet die Pfarrerin.

Wie können Interessierte für die Aktion spenden?

Wer gerne für die Aktion Spenden möchte, kann direkt im Gemeindebüro der Ev. Kirchengemeinde Ladbergen (Lenhartzweg 2 in 49549 Ladbergen, Telefon: 05485 / 1414) oder bei Pfarrerin Dörthe Philipps (Tel.: 05485/2767) die Spende abgeben. Digitalspenden sind auch möglich: www.sternsinger.de/spendendose/

Zurück