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Sparen, aber mit Augenmaß - Energiesparkonzept in der Gemeinde Rheine-Johannes

In der Evangelischen Johannesgemeinde in Rheine hat sich im Oktober eine Arbeitsgruppe angesichts der steigenden Energiepreise mit Sparmaßnahmen bei gemeindlichen Veranstaltungen und Gottesdiensten befasst. Nun hat das Presbyterium einstimmig ein Energiesparkonzept beschlossen.

Pfarrer Dirk Schinkel erläutert: „Es geht um Sparen mit Augenmaß. Es macht keinen Sinn, im Gottesdienst zu frieren und sich zu erkälten. Und es wäre auch unklug, sich angesichts steigender Coronazahlen im Winter ohne Abstand zum Gottesdienst in Gemeinderäumen zu versammeln und die Kirche nicht zu nutzen. Deshalb setzen wir auf Absenkung der Raumtemperatur, ein Monitoring der Energie- und Raumtemperaturwerte und auf alltägliche, auch zu Hause eingeübte, Sparmaßnahmen.“

Das Energiesparkonzept sieht vor, dass die Johanneskirche eine abgesenkte Grundtemperatur behält, um bei Gottesdiensten leichter und effizienter eine ebenfalls auf 16 bis 17 Grad abgesenkte Nutzungstemperatur zu erreichen. Auch im Gemeindehaus wird die Raumtemperatur abgesenkt auf 19 Grad. Eine weitere Maßnahme ist der weitgehende Verzicht auf Schmuckbeleuchtung. So wird die Kirche nachts nicht mehr angestrahlt und die Außenbeleuchtung auf ein Maß reduziert, das für die Verkehrssicherheit erforderlich ist. Das Presbyterium lässt bewusst die Möglichkeit offen, bei extremen und langen Frostperioden auch Gottesdienste zum Beispiel im Gemeindesaal zu feiern.

Den Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen werden Empfehlungen an die Hand gegeben, wie Strom und Heizenergie gespart werden können. „Das sind ganz alltägliche Dinge, die auch jeder von zu Hause kennt, wie Türen geschlossen halten, Stoßlüften, Licht nur in den Räumen, die genutzt werden und weiteres mehr“, erläutert Pfarrer Schinkel die Empfehlungen. Für den Umweltbeauftragten und Baukirchmeister der Gemeinde, Heinz-Jakob Thyßen, ist es außerdem wichtig, dass die Maßnahmen auch auf ihre Wirksamkeit überwacht werden. Nur durch ein Monitoring, d.h. eine Ermittlung und Überwachung der Energiewerte, kann später nachbessert werden und können Maßnahmen verändert werden. Dazu nimmt die Johannesgemeinde teil an einem Energiespar- und Beratungsprojekt der Westfälischen Landeskirche.

Temperaturfühler an unterschiedlichen Messpunkten in der Kirche geben zum Beispiel Aufschluss über den genauen Temperaturverlauf. „Durch die Konzentration auf einen Standort an der Sternstraße, durch eine gemeinsame Nutzung einer modernen Heizungsanlage für Kirche und Gemeindehaus und durch energetische Maßnahmen an den Gebäuden konnte der Energieverbrauch bereits in den letzten Jahren deutlich gesenkt werden“, fügt der Umweltbeauftragte hinzu.

 

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