Unsere aktuellen Nachrichten auf einen Blick
"Aus gutem Grund - Kirche mit Kindern"

Jugendchöre der Ev. Singschule nahmen an Gesamttagung für den Kindergottesdienst teil

IBBENBÜREN-STUTTGART – Wenn Einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen… Das galt auch für die beiden Jugendchöre „Heaven 11“ und „Wolke“ in der evangelischen Singschule Ibbenbüren, die vom 10. bis 13. Mai nach Stuttgart zur Gesamttagung für den Kindergottesdienst in der EKD – diesmal unter dem Motto „Aus gutem Grund – Kirche mit Kindern“ - fuhren. Viele neue Eindrücke, die Erkenntnis, dass manche Zeitgenossen sehr eigenwillig sind, und ein großes Schlafnachholbedürfnis standen am Ende der viertägigen Fahrt.

Bereits am frühen Himmelfahrtsmorgen brachen vier Betreuer sowie 25 Sängerinnen und Sänger per Bus in Richtung Süden auf. Erste Arbeitseinsätze warteten schon kurz nach der Ankunft auf die Jugendlichen: Im Kultur- und Kongresszentrum „Liederhalle“ leisteten die jungen Leute Garderobendienst bzw. kontrollierten zusammen mit der Security den Zugang zur Eröffnungsveranstaltung. Einige Jugendliche gewannen hier dann ganz schnell „die Erkenntnis, dass man seinen Rucksack nicht an der Garderobe lassen mag“, beschreibt KMD Christian Schauerte die auftauchenden Probleme mit der Dreistigkeit mancher Besucher, die – obwohl eigentlich verboten – an den Türstehern vorbei ihre Taschen einfach mitnahmen. Sonst waren die Eindrücke aber fast ausschließlich positiv: Die drei Klassenräume in einem Gymnasium, die dem Chor vor Ort als Unterkunft dienten, waren sauber und boten genug Platz. Auch die Sanitäranlagen waren erstaunlich sauber und gut in Schuss, das Essen für die Helfer – auch andere Jugendgruppen waren hier im Einsatz – punktete zwar nicht unbedingt mit Originalität, war aber ausreichend und in guter Qualität vorhanden.

Die Tagung selbst blieb für die jungen Sänger dagegen weitgehend außen vor: Vom Eröffnungs-abend mit Kulturprogramm, das von der A-capella-Gruppe „Die Füenf“ gestaltet wurde, bekamen nur diejenigen von ihnen ein wenig mit, die als Türsteher eingesetzt waren. Doch ganz neu war der Arbeitseinsatz (auch das Herrichten von Räumen für die Angebote sowie Helfen beim Standabbau gehörten dazu) für die Jugendlichen nicht, hatten viele von ihnen doch bereits 2016 bei der westfälischen Kindergottesdiensttagung in Unna mitgeholfen. Selbst singen war am Samstag gefordert, als der Jugendchor einen Vortrag musikalisch begleitete, außerdem fanden sich die Sänger auf einer Bühne im Keller der Liederhalle ein, wo ihr Auftritt jedoch kaum beachtet wurde – eine weniger schöne Erfahrung für den Chor, der ja auf seine Weise auch einen wichtigen Beitrag zur kirchlichen Nachwuchsarbeit leistet.

Insgesamt zeigten sich die Teilnehmer der Fahrt jedoch hoch zufrieden: „Früh raus, spät rein, lecker Essen, ordentlich was machen, abends draußen zusammen sitzen“, fasst Christian Schauerte die Reise zusammen, und auch Elena Mickeleit, eine der Jugendlichen, zieht ein positives Fazit: „Die Zeit war ganz gut eingeteilt, wir hatten nicht zu viel Arbeit und genug Zeit für uns.“ Die freie Zeit wurde dann natürlich auch genutzt, um Stuttgart zu erkunden, schließlich gab es für alle Helfer kostenlose Nahverkehrstickets. So konnte der Chor als Gruppe oder in Kleingruppen zum Schlosspark fahren, mit der historischen Standseilbahn – ein ganz besonderes Erlebnis nicht nur für die Jugendlichen – vom Südheimer Platz zum Waldfriedhof hinauf- und wieder hinunterfahren und bei sommerlichen Temperaturen das eine oder andere Eis in der Stadt schlemmen.

Am Sonntag, nach einem großen Abschluss-Festgottesdienst, der auch vom Jugendchor besucht wurde, ging es dann wieder nach Hause, „fröhlich, müde, energiegeladen, geschafft, begeistert“, wie Christian Schauerte betont, und mit der Erkenntnis, „dass Singen Leuten gut tut und ein Top- Helferteam Gold wert ist.“ Auch die knapp 16-jährige Elena Mickeleit zeigte sich am Ende sichtlich begeistert von der Fahrt: „Ich fand sie großartig und würde auf jeden Fall nochmal mitfahren“, bestätigte sie die Entscheidung, für ein solches Erlebnis auch eine so weite Fahrt anzutreten.

Text: Claudia Ludewig

 

Zurück